16. Feb 2017

2016 wurden aus Industrierüben 191‘270 Tonnen Bioethanol hergestellt. Dies entspricht 8.5 Prozent deutschen Zucker- und Industrierübenernte 2016/17. ©Bild: BDBe

Bioethanol ist weltweit der am weitesten verbreitete Biokraftstoff und auch in Deutschland ein wesentlicher Baustein nachhaltiger Mobilität. ©Bild: BDBe

Bioethanol: Produktion 2016 weiter auf hohem Niveau

(BDBe) Laut dem Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) waren die zertifiziert nachhaltiges Bioethanol herstellenden Werke 2016 gut ausgelastet. Die Produktion ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Für 2017 erwartet der BDBe einen höheren Absatz von Super E10, da die Mineralölunternehmen seit dem 1. Januar für alle verkauften Kraftstoffe eine CO2-Minderung von 4.0 Prozent nachweisen müssen.


In den Bioethanolwerken von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden 2016 insgesamt 738‘169 Tonnen Bioethanol aus Industrierüben, Futtergetreide sowie Reststoffen und Abfällen produziert.

14 % mehr aus Futtergetreide
Aus heimischem Futtergetreide wurden 534‘589 Tonnen Bioethanol hergestellt, ein Plus von 67‘317 Tonnen, d. h. 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das verarbeitete Futtergetreide entspricht 1.2 Prozent der deutschen Getreideernte von 45.3 Millionen Tonnen im Jahr 2016. Aus Industrierüben wurden 191‘270 Tonnen Bioethanol hergestellt, ein Minus von 73‘395 Tonnen, d. h. 28 Prozent weniger als in 2015. Dies entspricht 8.5 Prozent der auf insgesamt 23.6 Millionen Tonnen geschätzten deutschen Zucker- und Industrierübenernte 2016/17.

Aus sonstigen Stoffen, wie zum Beispiel Resten und Abfällen aus der Lebensmittelindustrie, wurden 12‘310 Tonnen Bioethanol hergestellt. Das ist die grösste Menge seit dem Jahr 2009 in diesem Segment.

Hochwertige Co-Produkte
Zusätzlich zu Bioethanol werden aus den übrigen pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Proteinen, Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen hochwertige Co-Produkte gewonnen: Eiweissfuttermittel aus Getreide, Kraftfutter aus Industrierüben und sonstige Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie wie beispielsweise Hefe, Gluten oder biogene Kohlensäure.

Dietrich Klein, Geschäftsführer des BDBe: „Im Jahr 2016 erzielte Bioethanol, das in Deutschland als CO2-reduzierter Treibstoff in Super und Super E10 beigemischt ist, eine zertifizierte CO2-Minderung von 70 Prozent gegenüber fossilem Benzin. Es ist zu erwarten, dass dieser Wert sich positiv auf den Absatz von Super E10 auswirken wird. Seit dem 1. Januar 2017 müssen die Mineralölunternehmen für alle verkauften Kraftstoffe, also Benzin und Diesel, eine CO2-Minderung in Höhe von 4.0 Prozent nachweisen.“ Im Jahr 2016 mussten nur 3.5 Prozent CO2-Minderung nachgewiesen werden.

Text: Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe)

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