14. Feb 2017

Zubau 2016 in der EU nach Technologie: Am meisten Kraftwerksleistung wurde eindeutig im Bereich Wind zugebaut, gefolgt von der Photovoltaik. ©Grafik: WindEurope

Seit 2016 weist die Windenergie hinter den Gaskraftwerken die zweithöchste Kraftwerksleistung in der EU auf. ©Grafik: WindEurope

Anteil der Windenergie am gesamten Stromverbrauch des jeweiligen Landes. ©Grafik: WindEurope

Total installierte Leistung in Gigawatt nach Ländern. Die Schweiz, hier nicht aufgeführt, verfügt über eine Leistung von 0.38 Gigawatt. ©Grafik: WindEurope

Suisse Eole: 86 % der neuen Kraftwerksleistung in Europa erneuerbar

(Suisse Eole) 86 % der 2016 neu installierten Kraftwerksleistung zur Stromproduktion in Europa ist erneuerbar: Wind hatte einen Anteil von 51 % am gesamten Zubau, Solarstrom von 27 %. 2016 stammten in Europa 10.4 % des Stroms aus Windenergie, in der Schweiz lediglich knapp 0.2 %.


Die neue Kraftwerksleistung zeigt, dass die Windindustrie ihr Versprechen hält, ein wichtiges Standbein in der erneuerbaren Energieversorgung zu sein. Täglich gingen 2016 in der EU durchschnittlich 12 neue Windenergieanlagen in Betrieb. Dank dem kräftigen Zubau ist die Windenergie in der EU neu die zweitwichtigste Stromproduktionstechnologie hinter den Gaskraftwerken, aber noch vor den Kohlekraftwerken. Insbesondere im Winter spielt die Windenergie eine bedeutende Rolle bei der erneuerbaren Energieversorgung, dann ergänzt diese als Teamplayer die Sonnen- und Wasserkraft, die in den Wintermonaten weniger produzieren.

11 Länder mit über 10 % Windstrom
Der Anteil von Windstrom am Strommix in Dänemark, dem EU-Spitzenreiter, betrug 2016 36.8 %, gefolgt von Irland mit 27 % und Portugal mit 24.7 %. Insgesamt 11 Länder decken über 10 % ihres Strombedarfs mit Windenergie. Neben den oben genannten sind dies Zypern, Spanien, Deutschland, Rumänien, Grossbritannien, Schweden, Litauen und Österreich.

Schweiz legt um 25 % bei installierter Leistung zu
Auch die installierte Leistung in der Schweiz legte dank dem Repowering von vier Anlagen auf dem Mont Crosin und dem Neubau von drei Anlagen auf dem Griespass um 25 % zu, dies jedoch ausgehend von einem sehr bescheidenen Niveau: Nur gerade knapp 0.2 % des Strombedarfs der Schweiz stammen aus der Windenergie. Und das, obwohl auch hierzulande das Potenzial gross wäre: 10 % der Stromversorgung könnten 2050 mit Windstrom gedeckt werden. Dieses Ziel hat Österreich Ende 2016 mit 10.4 % bereits übertroffen. In der Schweiz bräuchte es dafür rund 120 Windparks mit 5 bis 10 Windenergieanlagen. Ende 2016 waren 37 Windenergieanlagen in Betrieb.

Bericht über die Entwicklung der Windenergie in der EU (Englisch): „Wind in power: 2016 European statistics“

Text: Suisse Eole




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