10. Feb 2017

Die Nutzung der Windenergie sei nach derzeitigem Wissensstand auch nach Einbezug gesundheitlicher Aspekte eine geeignete Alternative zu fossilen Energien.

Deutsches Umweltbundesamt: Windenergie hat wichtigen Nutzen für Umwelt und Gesundheit

(Suisse Eole) Gemäss einem Positionspapier des deutschen Umweltbundesamtes ist die Nutzung der Windenergie nach derzeitigem Wissensstand auch nach Einbezug gesundheitlicher Aspekte eine geeignete Alternative zu fossilen Energien. Für das Positionspapier wurden Studienergebnisse zu folgenden Themen zusammengetragen: Geräusche, Infraschall, Schattenwurf, Sicherheitsbeleuchtung und Eiswurf.

Die aus der Sicht von Suisse Eole wichtigsten Aussagen des Positionspapiers:

  • Von pauschalen Abstandsempfehlungen oder -vorgaben ist abzusehen, da sie die örtlichen Gegebenheiten unzureichend berücksichtigen.
  • Bei den üblichen Abständen zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung, aber auch im direkten Umfeld der Anlagen, wird die Hörschwelle von tieffrequenten Geräuschimmissionen sowie im Infraschallbereich nach der gültigen Norm unterschritten.
  • Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes stehen daher die derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Infraschall einer Nutzung der Windenergie nicht entgegen.
  • In einem 2014 durchgeführten sogenannten Sham-Experiment, bei dem die Probanden zu Versuchszwecken schein-exponiert werden, fanden Forschende heraus, dass die Erwartung negativer Symptome durch Infraschall auch zur Wahrnehmung solcher Symptome führt. Und dies unabhängig davon, ob die Probanden tatsächlich Infraschall ausgesetzt waren oder dies im Rahmen des Versuchs nur vorgetäuscht wurde.
  • Die Belästigung durch Windenergieanlagen hängt von der persönlichen Einstellung gegenüber der Windenergie ab: Eine Person, die ihr kritisch gegenübersteht, fühlt sich eher belästigt als eine Person, die eine positive Einstellung zur Windenergie hat.

Positionspapier Deutsches UmweltbundesamtMögliche gesundheitliche Effektevon Windenergieanlagen

Text: Suisse Eole

3 Kommentare
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Rother Baron @ 11. Feb 2017 11:56

Menschen, die keinen Bezug zur Natur haben, sich eh nie draußen bewegen und einen Sperling nicht von einem Rotmilan unterscheiden können, finden Windkraft zu. Mal ganz im Ernst: Wer will denn noch in diesen Industriegebieten leben, die aus blinkenden und rauschen 200m hohen Betonpfeilern bestehen?

Michael Krabbe @ 11. Feb 2017 09:59

Die energiepolitisch forcierte Privilegierung der Windenergienutzung im Aussenbereich folgt einem Glaubenssatz, nämlich dem, es bestünde ein anthropogen verursachter Klimawandel, dem durch menschliches Tun entgegengewirkt werden könne und dieses Technologie sei dafür geeignet. All dies ist jedoch unbelegt. Selbst folgte man dem, mit gutem Grund und aus gutem Glauben, bliebe doch eine industrielle Eindämmung der Schädlichkeit der Industrie, wolle man ein 2- Grad-Celsius-Erderwärmungslimit im Vergleich zu vorindustrieller Zeit einhalten einer Widersprüchlichkeit. Dies verursacht eine Politisierung von Verwaltung und Justiz, eine Kommerzialisierung öffentlichen Rechts und somit Abscheu der Bürger, denn sie wollen die "Verspargelung" ihrer Heimat nicht, sie wollen auch keine inflationären artenschutzrechtlichen Ausnahmen für Windkraftanlagen. Sie entfremden sich von ihrer Heimat, ihren Wurzeln und den Staatsgewalten und dies provoziert politischen Extremismus, Populismus. Die psychischen Wirkungen der Technologie bei Betroffenen zu stigmatisieren, Geschädigte quasi auszuschliessen, ist vermutlich ein fataler Fehler.

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