15. Mär 2016

Gegenüber anderen Entsorgungsvarianten spart der Mischbetrieb derzeit bis zu 54‘000 Tonnen Treibhausgase pro Jahr ein.

Kühlgeräterecycling: Mischbetrieb ökologisch vorteilhaft

(PM) Eine gemeinsame Sammlung und Entsorgung von Kühlschränken mit und ohne FCKW ist aus Umweltgesichtspunkten weiterhin wichtig. Obwohl heute nun noch rund die Hälfte der anfallenden Altgeräte nicht mehr das klimaschädliche FCKW, sondern Kohlenwasserstoffe als Kühlmittel und Pentan als Treibmittel für die Isolierschäume verwenden, sollte das hochwertige Recycling der Altgeräte im Mischbetrieb beibehalten werden. Nur so kann verhindert werden, dass 4800 Kilogramm FCKW jährlich in die Atmosphäre entweichen und zusätzliche Treibhausgaspotenziale von bis zu 54‘000 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr entstehen.


Zu diesem Schluss kommt eine vergleichende Untersuchung der Ökobilanz von vier verschiedenen Entsorgungsoptionen in Deutschland, die das Öko-Institut im Auftrag der RAL Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten e.V. durchgeführt hat.

Mischbetrieb bei der Entsorgung von Kühlgeräten weiter wichtig
Heute ist es EU-weit vorgesehen, dass alte Kühl- und Gefriergeräte in spezialisierten Kühlgeräte-Recyclinganlagen entsorgt werden müssen. Ob mit oder ohne FCKW als Kühl- und Treibmittel, die Geräte werden idealerweise zeitgleich in einer gemeinsamen Anlage behandelt (so genannter Mischbetrieb). Diese Vorgabe der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronikgeräte (WEEE) ist auch von der Europäischen Norm EN 50574, die umfassende Regeln für das Kühlgeräte-Recycling enthält, so übernommen worden. Eine Vorabsortierung findet nicht statt, da diese zu fehleranfällig ist. Das FCKW und die Kohlenwasserstoffe (KW) werden im Recyclingprozess aufgefangen und entweichen nicht, wie bei anderen Behandlungsmethoden, unkontrolliert in die Umwelt. Metalle, Kunststoffe und Glasanteile werden dem stofflichen Recycling zugeführt.

Gegenüber anderen Entsorgungsvarianten spart der Mischbetrieb derzeit bis zu 54‘000 Tonnen Treibhausgase pro Jahr ein. Dies entspricht den jährlichen CO2-Emissionen von bis zu 19‘000 PKW in Deutschland bei durchschnittlichen Emissionen von 205 Gramm CO2-Äquivalente pro Kilometer und einer jährlichen Fahrleistung von 14‘000 Kilometern. Auch für das Jahr 2020, wenn bereits 90 Prozent der anfallenden Altgeräte KW-Geräte sein werden, zeigt die Studie noch relevante Umweltvorteile für den Mischbetrieb auf (rund 37‘000 Tonnen CO2-Äquivalente).

Studie „Ökobilanzielle Untersuchung zur Verwertung von FCKW- und KW-haltigen Kühlgeräten“ des Öko-Instituts >>

Text: Öko-Institut

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