08. Mär 2016

Der Windpark Königshovener Höhe auf dem ehemaligen Tagebaugelände produzierte 2015 140‘000 Megawattstunden grünen Strom. ©Bild: RWE

Königshovener Höhe: Windpark auf dem Rücken der Braunkohle

(PM) Der Windpark Königshovener Höhe wurde offiziell eingeweiht. Er steht auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Garzweiler und verfügt über eine Leistung von rund 67 Megawatt. In nur zwei Jahren wurden 21 Windkraftanlagen errichtet und nach und nach in Betrieb genommen. Seit Ende 2015 laufen die Anlagen im regulären Betrieb. Der Windpark wurde auch als „Vorreiter im Klimaschutz“ ausgezeichnet.


Das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Bedburg (49%) und RWE (51%) hat ein Investitionsvolumen von rund 110 Million Euro.

Gelebter Klimaschutz
Minister Johannes Remmel erklärt: „Hier auf dem ehemaligen Tagebaugelände können wir sehen, wie Strukturwandel funktioniert. Die 21 Windenergieanlagen stehen für eine zukunftssichere Energieversorgung und den gelebten Klimaschutz made in Nordrhein-Westfalen (NRW). Wir müssen den Ausbau der regenerativen Energien weiter vorantreiben und geben dazu mit unserem Klimaschutzplan NRW Hilfestellung – für Bürgerinnen und Bürger, für Kommunen, für Unternehmen und für alle, die sich am Gemeinschaftsprojekt Klimaschutz beteiligen wollen."

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, sagt: „Mit Projekten wie der Könighovener Höhe bringen wir die Energiewende voran: Wir sind heute mit rund 1 GW Kapazität unter den TOP 5 im Bereich Offshore Wind in Europa und zählen mit zu den grossen europäischen Betreibern von Windparks an Land. Eine Besonderheit des Windparks Königshovener Höhe ist seine Lage auf rekultivierter Fläche direkt neben dem Tagebau: Dieser Windpark steht damit wie kaum ein zweites Projekt für die Partnerschaft von konventioneller und regenerativer Erzeugung und für den Strukturwandel im Rheinischen Revier.“

Investitionen in Windparks zahlen sich aus
Hans Bünting, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy ergänzt: „Auch die Produktionszahlen des neuen Windparks sprechen für sich. So liegen wir für das Jahr 2015 mit über 140‘000 Megawattstunden erzeugtem grünen Strom gut im Plan. Investitionen in Windparks zahlen sich aus. Und gerade das Rheinische Revier liegt uns auch als Windstandort am Herzen. Hier wollen wir weiter wachsen, gerne auch mit Partnern. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bedburg ist dabei beispielhaft.“

Auf dem Rücken der Braunkohle
Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg, sagt: „Der Windpark Königshovener Höhe ist im Wortsinne auf dem Rücken der Braunkohle entstanden. Der ehemalige Tagebau trägt nun unsere Windräder und ist seit heute sogar Klimaexpo-NRW-Standort. Darauf sind wir sehr stolz und bedanken uns für diese Auszeichnung. Für uns sind dies wichtige Signale, dass der Strukturwandel in unserer Stadt angekommen ist und wir mit unseren Investitionen erfolgreiche Schritte in Richtung Zukunft gemacht haben. Neben den grossen Projekten in der Energiegewinnung konzentrieren wir uns mit Partnern wie RWE auf ökologische und ökonomische Projekte, die eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in unserer Stadt gewährleisten. Dazu gehört auch die Klimaschutzsiedlung, die derzeit in Bedburg entsteht. Sich erneuerbare Energien zu erschliessen und wertschätzend mit Ressourcen umzugehen, sind die besten Voraussetzungen für Bedburgs Zukunft in diesen Zeiten des Wandels.“

Der gesamte Windpark steht auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Garzweiler und verfügt über eine Leistung von rund 67 Megawatt. Die Windkraftanlagen des Herstellers Senvion erreichen eine Gesamthöhe von 200 Metern und verfügen über eine installierte Leistung von jeweils 3,2 Megawatt. Mit dem auf der Königshovener Höhe erzeugten Strom können jedes Jahr rechnerisch rund 58.000 Haushalte klimafreundlich versorgt werden.

Text: RWE AG

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