03. Mär 2016

1. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Peter Lohr und Ulrich Huber nehmen die neue Energiezentrale symbolisch in Betrieb. ©Bild: Geovol

Geothermieanlage Unterföhring: Zweite Energiezentrale in Betrieb

(PM) Ein deutschlandweit bislang einmaliges Projekt ist erfolgreich abgeschlossen: In Unterföhring hat der örtliche Wärmeversorger Geovol den Probelauf der zweiten Energiezentrale beendet und sie feierlich in Betrieb genommen. Durch die neue Energiezentrale konnte die geothermische Wärmeleistung der Anlage von vormals zehn auf nun 22 Megawatt gesteigert werden.


Dies macht die Geothermieanlage Unterföhring zur leistungsstärksten ihrer Art in Deutschland.

Mit zwei neuen Bohrungen erweitert
Am 20. Februar 2014 hatte Geovol mit den Bohrarbeiten für eine neue Dublette begonnen und damit Neuland betreten: Noch nie zuvor war in Deutschland eine bereits bestehende Geothermieanlage mit zwei neuen Bohrungen und einer zweiten Energiezentrale erweitert worden. „Wir sind umso glücklicher, dass alles gut gegangen ist und wir das Projekt nach nur zwei Jahren erfolgreich abschliessen konnten“, freut sich Geovol-Geschäftsführer Peter Lohr. Unterföhrings 1. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer zeigte sich in seiner Begrüssung beeindruckt von dem, was die 100-prozentige Gemeindetochter Geovol in den vergangenen Jahren geleistet hat: „Auf solche Töchter kann man stolz sein“, betonte augenzwinkernd der Rathauschef.

In dem eleganten, 66 Meter langen neuen Bauwerk finden sich neben dem Geothermie- und Netzpumpenraum sowie den Anlagen zur Netzdruckhaltung und Filterung auch zwei grosse Blockheizkraftwerke mit je 600 Kilowatt elektrischer Leistung. Dadurch wird Geovol zukünftig einen Grossteil des für die Tiefpumpen verbrauchten Stroms selbst erzeugen können. Auch die Raumkühlung ist ab sofort selbstgemacht: Dank der sogenannten Adsorbtionsmaschinen kann die tiefe Erdwärme jetzt auch in Kälte zur Raumklimatisierung umgewandelt werden. Last but not least verfügt das neue Gebäude über einen grosszügig ausgelegten Konferenzraum, in dem Schulungen, Workshops und Kundengespräche stattfinden sollen, aber auch Veranstaltungen für die örtliche Bevölkerung angeboten und die jährlich über 50 Besuchergruppen empfangen werden.

Versorgungssicherheit übertrifft jede Einzelheizung
Mit der neuen Energiezentrale ist Geovol gut gerüstet, um das eigene Fernwärmenetz weiter auszubauen. Nachdem bislang nur der nördliche Ortsteil geothermisch versorgt wird, kann nun bis spätestens 2020 auch das südliche Unterföhring vollständig für die Erdwärmelieferung erschlossen werden. Aber auch für die Bestandskunden ist die Inbetriebnahme der zweiten Energiezentrale von Vorteil: Da die beide Fernwärmekreise miteinander verflochten sind, kann bei Spitzenlasten oder dem Ausfall einer Zentrale die andere zeitweise die Wärmelieferung übernehmen. Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, ist im Zuge der Anlagenerweiterung auch ein zweiter gasbetriebener Heizkessel mit 20 Megawatt Wärmeleistung eingebaut worden, der bei Engpässen blitzschnell einspringen kann. „Damit bieten wir eine Versorgungssicherheit, die jede Einzelheizung bei weitem übertrifft“, so Peter Lohr.

Bislang hat die Gemeinde rund 52 Millionen Euro in die Geothermieanlage und das Fernwärmenetz investiert. Angesichts der Notwendigkeiten einer Energiewende auch im Wärmebereich sei das gut angelegtes Geld, ist Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer überzeugt. Geovol-Geschäftsführer Peter Lohr rechnet damit, dass sich die Investition in ungefähr 16 Jahren amortisiert haben wird.

Text: Geovol Unterföhring GmbH

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