05. Mär 2016

Der familienfreundliche, strikt gewaltfreie Menschenstrom gegen Atom wurde erstmals noch vor der Atomkatastrophe von Fukushima, im Jahr 2010 beim AKW Gösgen in Olten durchgeführt.

Beznau stilllegen jetzt!: Nationale Kundgebung «Menschenstrom gegen Atom 2016» am Sonntag 19. Juni

(PM) Am Sonntag 19. Juni findet in der Aargauer Region um das Atomkraftwerk Beznau zum vierten Mal die nationale Kundgebung «Menschenstrom gegen Atom» statt. Bereits rufen über 20 atomkritische Umwelt- und Friedensorganisationen, medizinische und kirchliche Kreise sowie Parteien zu dieser friedlichen, familienfreundlichen Demonstration auf. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen steht die sofortige, definitive Ausserbetriebnahme des weltweit ältesten Atomkraftwerks in Beznau.


Die Hauptforderung des Menschenstroms betrifft die sofortige, definitive Ausserbetriebnahme des ältesten Atomkraftwerks der Welt, der zwei Reaktoren in Beznau. In ihrem sicherheitstechnischen Herzstück - in den Wänden des Reaktordruckbehälters – wurden bei Beznau I 925 Schwachstellen und bei Beznau II 77 Schwachstellen eruiert. Beznau II ging bereits an Weihnachten 2015 wieder ans Netz. Trotz ungeklärter Ursachen und laufender Untersuchungen beabsichtigt der Betreiber Axpo auch den Reaktor Beznau I diesen Sommer wieder in Betrieb zu nehmen.

Die Kundgebungsforderungen:

  • Sofortige und definitive Stilllegung der Reaktoren Beznau I & II sowie Mühleberg.

  • Atomausstieg fixieren: 40 Jahre sind genug!

  • Erneuerbare Energien & Energieeffizienz fördern: Die Zukunft ist 100% erneuerbar

 
Eine Atomkatastrophe wie jene in Fukushima würde das Schweizer Mittelland auf dramatische Art verheeren. Allein in der 30-km-Zone rund um das AKW Beznau leben 1'028’000 Menschen. Im 50 km-Bereich liegen auch Basel, Zürich, Winterthur und Schaffhausen. Die radioaktive Verseuchung nach einem Atomunfall in der Schweiz würde sogar die umliegenden Länder erreichen. Die Belastung von Flüssen und Seen (z.B. Bieler-, Vierwaldstätter-, Zürich-, Bodensee) würde zur jahrzehnte- oder jahrhundertelangen Hypothek.
 
Politik hat versagt
Die Politik hat bisher versagt. Sie spielt auf Zeit und Risiko, ohne vorausschauende Festlegung maximal zulässiger AKW-Laufzeiten. Deshalb gilt es die Energiewende durch eine rechtzeitig festgelegte, etappierte AKW-Ausserbetriebnahme zu stärken. Dieses Anliegen vertritt die «Volksinitiative für einen geordneten Atomausstieg», die vom Ständerat noch behandelt werden muss. Sie sieht auch für die AKW Gösgen und Leibstadt eine Maximallaufzeit vor, die eine Beendigung der Atomkraftnutzung in der Schweiz per Ende 2029 bewirkt. Mit ihr wird ein gut geplanter, sicherer Atomausstieg für die ganze Schweiz ermöglicht.

Zurzeit unterstützen folgende Organisationen den Menschenstrom 2016:

  • Allianz Atomausstieg
  • Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU)
  • Ärztinnen & Ärzte für soziale Verantwortung & zur Verhütung eines Atomkriegs (PSR/IPPNW Schweiz)
  • ContrAtom
  • Frauen für den Frieden
  • Gewaltfreie Aktion Kaiseraugst (GAK)
  • Greenpeace
  • Grüne Schweiz
  • Junge Grüne Schweiz
  • JungsozialistInnen JUSO Schweiz
  • Kein Atommüll im Bözberg (KAIB)
  • Kein Leben mit atomaren Risiken (KLAR!) Schweiz
  • Kirche und Umwelt (oeku)
  • Nie wieder Atomkraftwerke (NWA) Schweiz
  • NOMATARK
  • Pro Natura
  • Schweizerische Energiestiftung (SES)
  • Schweizerischer Friedensrat
  • Sortir du Nucléaire
  • Sozialdemokratische Partei der Schweiz
  • Vereinigung Bündner Umweltorganisationen (VBU)
  • WWF Schweiz

 
Weitere Informationen zum Anlass >>
 
Der familienfreundliche, strikt gewaltfreie Menschenstrom gegen Atom wurde erstmals noch vor der Atomkatastrophe von Fukushima, im Jahr 2010 beim AKW Gösgen in Olten durchgeführt. 2011 versammelten sich die AKW-Gegnerinnen und Gegner in Kleindöttingen beim AKW Beznau und 2012 in Mühleberg. Die Kundgebung beinhaltet auch dieses Jahr kurze & längere Wanderungen auf verschiedenen Routen zu einem zentralen Kundgebungsort, wo mit Speis, Trank, Musik und Reden den Forderungen Nachdruck verliehen wird.
 
Text: Allianz Atomausstieg

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