26. Feb 2016

Testen Sie die Einspeisetarife für Solarstrom in Ihrer Region: www.pvtarif.ch. Grafik: VESE

Solarstrom: Mehr oder weniger willkommen ?

(PM) Der Verband der unabhängigen Stromproduzenten VESE hat erstmals die Einspeisebedingungen für Solarstrom schweizweit erhoben und auf www.pvtarif.ch veröffentlicht. Die Unterschiede sind erheblich: Je nach Gemeinde erhalten die Produzenten für den eingespiesenen Solarstrom zwischen 3.5 und 25 Rp/kWh.


Der gewichtete schweizer Mittelwert sank im Jahresvergleich 2015/2016 um 4.7% auf 9.8 Rp/kWh, nachdem schon mehrere grosse Energieversorger im vergangenen Jahr Absenkungen bereits vorgenommen hatten.

Die Untersuchung der lokalen Rücknahmebedingungen zeigt klar: Während ein Teil der lokalen Energieversorger mit fairen Einspeisebedingungen den Aufbau der Solarenergie in ihren Regionen offensichtlich fördern, halten sich mindestens 10% der Energieversorger explizit nicht an die minimalen Vorgaben des Bundesrats bezüglich der Mindestvergütungen. Die Vorgaben der eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom betreffend der Lastgangmesskosten werden ebenfalls nur bedingt eingehalten.

Zum Beispiel 1.3 Rp./kWh in Schaffhausen
Die Städtischen Werke Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall zum Beispiel, die sich an keine der beiden oben erwähnten Vorgaben halten, vergüteten den Strom aus einer 30 kW Solaranlage 2015 zu 3.9 Rp/kWh. Zudem kostete die Lastgangmessung bei diesem Energieversorger für diese Anlagegrösse 2.6 Rp/kWh, so dass der Anlagenbesitzer noch genau 1.3 Rp pro eingespiesene kWh erhält. Wie viele Energieversorger die Vorgaben effektiv einhalten oder nicht, lässt sich nicht genau feststellen, da viele die Einspeisevergütungen für grössere PV-Anlagen unter Verschluss halten.

Zudem gibt es zahlrieche weitere Hindernisse bei der Einspeisung von Solarstrom: Erhöhte Tarife beim Verkauf von Strom für Solaranlagenbesitzer, Leistungstarife, hohe Zählergebühren, Wechsel- und Anschlussgebühren, etc. Dr. Diego Fischer, Projektleiter von www.pvtarif.ch und Mitglied des Vorstandes von VESE: “Soll das Solarstrom-Ausbauziel von 14 GW bis 2050 erreicht werden, brauchen wir es nebst den Solaranlagen auf Einfamilienhäusern auch viele grössere Anlagen. Unsere Mitglieder verfügen über das Kapital, das Know-how und den Willen, diese Anlagen zu bauen und zu betreiben. Was sie aber auch benötigen, sind verlässliche Rahmenbedingungen, wie z.B. faire Rückliefertarife, die sich am Bezugstarif H4 orientieren.“

Forderungen des VESE
Aufgrund seiner Erhebung fordert der VESE den Bundesrat auf, seine Verantwortung für die Energiewende ernst zu nehmen und als erstes seinen bestehenden Handlungsspielraum zu nutzen, um mindestens gewisse minimale Einspeisebedingungen in der ganzen Schweiz zu garantieren:

  • Einführung einer Informationspflicht der Einspeisevergütungen: Es darf nicht sein, dass die Einspeisevergütungen im Monopolbereich nicht veröffentlicht wird und somit Ungleichbehandlung von verschiedenen Anlagen möglich werden.

  • Durchsetzung der BFE-Empfehlung H4 - 8% für den eingespiesenen Strom.

  • Diskriminierung von Solarstromanlagenbesitzern auf der Verbraucherseite und überhöhte Kostenverrechnungen im Monopolbereich, z.B. für die Lastgangmessung und Anschlussgebühren, sollen verboten werden. Die ElCom muss hier mehr in die Pflicht genommen werden.

  • Die Tarife für Lastgangmessungen dürfen 20.- Fr. / Monat nicht überschreiten. Dies entspricht dem Stand der Technik.

www.pvtarif.ch

Text: Verband unabhängiger Energieerzeuger (VESE)

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