25. Feb 2016

Die Power-to-Gas-Anlage zur Herstellung von erneuerbarem und klimaneutralem Wasserstoff soll auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Wyhlen entstehen. Der Baubeginn ist für das 4. Quartal 2016 geplant. ©Bild: Energiedienst

Energiedienst: Leuchtturm-Projekt zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff

(PM) Die Energiedienst AG hat sich im öffentlichen Vergabewettbewerb durchgesetzt und den Zuschlag für eine Power-to-Gas-Anlage zur Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff erhalten. Diese industrielle Anlage ist das zentrale Element eines Leuchtturmprojekts vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).


Das Projekt soll die Technologie fit für den Mobilitätsmarkt machen und wird vom Land Baden-Württemberg gefördert.

Erneuerbarer und klimaneutraler Wasserstoff
Energiedienst will die Anlage auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Wyhlen bauen. Ökostrom aus Wasserkraft dient dabei dazu, mittels Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff herzustellen, so genannter eH2. Der Wasserstoff wird in Brennstoffzellenfahrzeugen als Brennstoff genutzt. Da zur Herstellung Strom aus Wasserkraft zum Einsatz kommt, ist der Wasserstoff erneuerbar. Bei seiner Verbrennung entsteht natürlich kein CO2. Somit ist das Verfahren klimaneutral und schützt die Umwelt.

"Wir freuen uns, dass wir uns mit unserem Konzept gegen die andern Bewerber durchsetzen konnten", sagt Irene Knauber, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und Leiterin Service und Produktion bei Energiedienst. "Wir können mit unserem Ökostrom aus Wasserkraft nun dazu beitragen, neben der Elektromobilität ein weiteres Feld der klimaneutralen Mobilität voran zu bringen. Zugleich können wir unterstützen, diese Technologie zur Marktreife zu bringen."

Leitfaden für Power-to-Gas-Anlagen
Die geplante Anlage wird eine Leistung von 1 Megawatt haben. Damit können rund 1‘000 Brennstoffzellenfahrzeuge klimaneutral betrieben werden. Neben dieser Industrieanlage erprobt das ZSW eine nach heutigem Stand der Technik optimierte 300-Kilowatt-Elektrolyse. Die Betriebsweisen der beiden Anlagen werden die Forscher intensiv vermessen und auswerten. Ziel ist, einen Leitfaden für den effizienten Betrieb von Power-to-Gas-Anlagen für die Industrie zu entwickeln. Er soll Energieversorgern, Automobilherstellen und Unternehmen aus dem Anlagenbau dienen.

"Nachdem wir nun den Zuschlag erhalten haben, werden wir die für den Bauantrag nötigen Gutachten erstellen lassen. Wir möchten ein offenes Verfahren, bei dem wir die Anwohner ständig auf dem Laufenden halten und ihnen alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen", ergänzt Irene Knauber. "Wenn alles planmässig läuft, hoffen wir, Anfang des vierten Quartals mit dem Bau zu beginnen und die Anlage 2017 in Betrieb zu nehmen."

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg fördert das Leuchtturmprojekt mit insgesamt 4,5 Millionen Euro.

Text: Energiedienst Holding AG

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