19. Feb 2016

Die Leistungen an die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinden im Aargau) in Form von Dividenden, Steuern, Konzessionsentschädigungen, Wasserrechtsentschädigungen und Gebühren summieren sich auf CHF 39.9 Mio.

AEW Energie AG: Unternehmensergebnis sinkt um über 40%

(PM) Die AEW Energie AG erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 40.9 Mio. (CHF 18.2 Mio. unter Vorjahr). Das Unternehmensergebnis wurde zusätzlich durch die ausbleibende Dividende der grössten Beteiligung, der Axpo Holding AG, und den Auswirkungen der Aufgabe des Euro-Mindestkurses belastet und beträgt CHF 38.3 Mio. (Vorjahr CHF 67,1 Mio.).


Das operative Ergebnis (EBIT) beträgt CHF 40.9 Mio. (CHF 18,2 Mio. unter Vorjahr). Im Gegensatz zum Vorjahr mussten im Berichtsjahr netto Impairments und Rückstellungsveränderungen primär aus Produktionsrisiken im Umfang von CHF 4,8 Mio. zulasten des Ergebnisses gebildet werden. Die AEW Energie AG hat sich im anhaltend schwierigen Marktumfeld dank Effizienzsteigerungen, konsequenter Fokussierung auf die Marktbearbeitung sowie der Flexibilisierung der Strombeschaffung weiter auf die neuen Marktgegebenheiten ausgerichtet. Das Finanzergebnis liegt mit CHF 3.8 Mio. deutlich (CHF 15.2 Mio.) unter Vorjahr. Dies ist hauptsächlich mit der ausbleibenden Dividende der Axpo Holding AG (Vorjahr CHF 10.4 Mio.) und der Auswirkungen der Aufgabe des Euro-Mindestkurses (Performance-Veränderungen zum Vorjahr CHF 5.4 Mio.) zu begründen. Dies führt zu einem ordentlichen Unternehmensergebnis nach Steuern von CHF 38.3 Mio. (Vorjahr CHF 67,1 Mio.).

Die Bilanz des Unternehmens ist nach wie vor stark und weist ein hohes Eigenkapital aus, eine wichtige Voraussetzung zur Erfüllung der langfristigen Unternehmensziele. Die Wertentwicklung in der konsolidierten Bilanz ist unverändert volatil geblieben. Die Konsequenzen der weiter gesunkenen Marktpreise im Energiebereich und die energiepolitische Entwicklung im europäischen Umfeld wirken sich insbesondere auf Firmen mit grossem Engagement in der Produktion aus, davon betroffen ist insbesondere auch die AEW Beteiligungsgesellschaft Axpo Holding AG.

Investitionen in die Versorgungssicherheit
Der Grossteil der Nettoinvestitionen in Sach- und Immaterielle Anlagen von insgesamt CHF 57.9 Mio. floss in die Anlagenerneuerung zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit der Netzinfrastruktur. Weiter wurden CHF 12.7 Mio. in Wärmeprojekte investiert. Die Investitionen in neue erneuerbare Energien blieben zwar aufgrund von externen von der AEW nicht beeinflussbaren Faktoren hinter der Planung zurück, weisen aber ein sechsmal höheres Volumen (CHF 2.4 Mio.) zum Vorjahr auf.

Hohe Investitionen in die Netzinfrastruktur

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Stromnachfrage der Netzkunden um 0.6 % auf 4 122 Mio. kWh. Mit dem Abschluss des Umbauziels 2015 (Spannungsumstellung der Axpo von 50 kV auf 110 kV) konnte ein wichtiger Meilenstein bei der Erneuerung der Unterwerke der AEW Energie AG erreicht werden. Die Investitionen in diesem Bereich erreichten dabei eine noch nie dagewesene Grössenordnung. Weiter erfordert auch die zunehmende Einspeisung von dezentralen Produktionsanlagen einen gezielten Ausbau der Netzinfrastruktur.

Stetig wachsendes Wärmegeschäft
Die AEW Energie AG betreibt als Contractor 71 Wärmeverbunde (Vorjahr 69), vorwiegend auf Basis von erneuerbaren Energien. Die Produktionskapazität für über 12 500 Haushalte erhöhte sich um 17 Mio. kWh auf 167 Mio. kWh. Das stetig wachsende Wärmegeschäft der AEW fördert auch die Innovationskraft: So wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Planung eines in der Schweiz einzigartigen Holzpelletvergasers angestossen. Mit ihren Wärmeverbunden reduziert die AEW Energie AG zudem den Einsatz fossiler Energien. Über diese Anlagen werden die CO2-Emissionen um jährlich 38 660 Tonnen reduziert.

Weiteres Wachstum beim Naturstromabsatz
Im Segment der grundversorgten Endkunden konnten die Energiepreise per 1. Januar 2015 markant gesenkt werden; dies gilt ebenfalls für die Energiepreise per 1. Januar 2016. Im Segment der freien Endkunden konnte der Marktanteil grösstenteils gehalten werden.

Ein weiteres Wachstum war beim Naturstromabsatz zu verzeichnen. Insgesamt bezogen über 20 000 (Vorjahr 17 000) der 90 000 Kunden ein naturemade zertifiziertes Naturstromprodukt. Der im Vorjahr eingeführte Energieeffizienzbonus wurde per 31. Dezember 2015 erneut ausbezahlt. Über 1000 Kunden hatten ihren Stromverbrauch um mehr als 15 % reduziert. Weiter setzen mehr als die Hälfte der von der AEW Energie AG direkt versorgten Gemeinden auf Naturstrom.

Bedeutende Leistungen an die öffentliche Hand und Aktionär
Die Leistungen an die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinden im Aargau) in Form von Dividenden, Steuern, Konzessionsentschädigungen, Wasserrechtsentschädigungen und Gebühren summieren sich auf CHF 39.9 Mio.

Geschäftsbericht 14/15 >>

Text: AEW Energie AG

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