12. Feb 2016

Investitionen in neue Onshore- und Offshore- Windparks stiegen auf ein Rekordniveau von 26.4 Mrd. Euro an, ein Plus zu 2014 von 40%.

Europa: Windenergie baute 2015 mehr Leistung zu als jede andere Technologie

(BWE) Mit 12.8 GW angeschlossener Leistung in 2015 machte Windenergie 44 % gesamten neu zugebauten Energieerzeugungskapazität in den 28 EU-Mitgliedstaaten aus. 9766 MW davon entfielen auf Wind Onshore- und 3034 MW auf Wind Offshore-Anlagen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg der neu installierter Kapazität von 6.3%.


Die kumulierte Kapazität zum Ende des Jahres 2015 betrug 142 GW, womit Windenergie 11.4 % des europäischen Stromverbrauchs abdeckte. „Diese Zahlen verdeutlichen die Rolle von Wind als treibende Kraft der europäischen Energiewende. Windenergie macht ökonomisch Sinn und leistet einen beträchtlich Beitrag zur europäischen Energiesicherheit und zu den europäischen Wettbewerbszielen.“, so Giles Dickson, CEO des Europäischen Windenergieverbandes (EWEA). Die Erneuerbaren insgesamt installierten in 2015 Erzeugungseinheiten mit einer Kapazität von 22.3 GW und stellten damit 77 % der neu installierten Leistung aller Technologien.

Deutschland gefolgt von Polen und Frankreich
Investitionen in neue Onshore- und Offshore- Windparks stiegen auf ein Rekordniveau von 26.4 Mrd. Euro an, ein Plus zu 2014 von 40%. Fast die Hälfte der neuen Installationen in 2015 fand in Deutschland statt. Polen und Frankreich folgen mit Zubauzahlen von 1,3 GW und 1 GW respektive.

Dickson: “Wir haben in 2015 einen starken Ausbau in Deutschland und einen starkes Jahr für Wind auf See gesehen. Allerdings ist die geografische Verteilung des Wachstums innerhalb der EU sehr ungleich. Wir sehen nicht so gute Fortschritte in Ländern mit unklaren und/oder uneffektiven politischen Rahmenbedingungen – Investoren und Planer kehren diesen Ländern den Rücken zu.

Politische Rahmenbedingungen entscheidend
Der politische Rahmen ist entscheidend, insbesondere auf lange Sicht. Bisher haben lediglich sechs der 28 EU-Mitgliedstaaten klare Ziele und Massnahmen für den Erneuerbaren-Ausbau nach 2020 formuliert. Grössere Ambitionen sind dagegen bei den Schwellenländern erkennbar – was das EU- Ziel, die Nr. 1 in den Erneuerbaren zu werden in Frage stellt. Der für Dezember angekündigte Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie ist eine wichtige Gelegenheit angesichts fehlender national verbindlicher Ziele die Ambitionen der Mitgliedstaaten zu stärken.”

Bericht der EWEA „Wind in Power – 2015 European statistics“ >>

Text: Deutscher Bundesverband WindEnergie BWE

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