01. Feb 2016

Omnibus-Erhebung 2015: AKW werden als grösste Gefahr wahrgenommen

(BFS) Im Jahr 2015 wurden AKW von 40 % der Bevölkerung als sehr gefährlich für Mensch und Umwelt erachtet. 2011 vertraten noch 47 % diese Meinung. Allerdings ist anzumerken, dass sich eineinhalb Monate vor Beginn der damaligen Befragung der Kernreaktorunfall in Fukushima ereignet hatte. Insbesondere die Einschätzung der Männer hat sich seither geändert (42 % im 2011 gegenüber 33 % im 2015).


Mit 36 % am zweithäufigsten als sehr gefährlich für Mensch und Umwelt genannt wurde der Verlust der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, gefolgt vom Anstieg der globalen Temperatur aufgrund des Klimawandels mit 34 % und der Gentechnik zur Herstellung von Lebensmitteln mit 32 %. Insgesamt waren 39 % der Bevölkerung der Meinung, dass die Umweltbelastung ein sehr grosses oder eher grosses Problem für die Schweiz darstellt. Besonders in den italienisch- und französischsprachigen Landesteilen (49% bzw. 48%), von Frauen (45%) und von Personen mit Schweizer Nationalität (43%) wurde die Umweltbelastung als problematisch empfunden.

Mehr Achtsamkeit beim Stromverbrauch – vor allem bei den Jungen
Beim Kauf von kleineren Elektrogeräten oder Leuchtmitteln achtete die Bevölkerung 2015 häufiger auf deren Stromverbrauch: 42 % gaben an, immer darauf zu achten, gegenüber 35 % im Jahr 2011. Insbesondere die 15- bis 24-Jährigen haben ihr Verhalten geändert: Während 2011 lediglich 9 % dieser Altersgruppe immer darauf achtete, waren es 2015 bereits 19 %. Die Frage, ob die Heizung zurückgedreht wird, wenn die Wohnung für mindestens zwei Tage leer steht, wurde von 44 % mit «immer» und von 20 % der Bevölkerung mit «nie» beantwortet. Beim Konsum von Lebensmitteln aus biologischer Produktion, einer anderen umweltrelevanten Verhaltensweise im Alltag, gaben 7 % der Bevölkerung an, ausschliesslich solche Produkte zu kaufen, während ebenso viele dies nie tun.

Jede vierte Person durch Verkehrslärm, jede fünfte durch Luftverschmutzung gestört
24 % der Bevölkerung fühlte sich 2015 zuhause bei offenem Fenster sehr stark oder eher stark durch Verkehrslärm gestört, 19 % durch Luftverschmutzung ums Haus herum und 10 % was die von Starkstromleitungen oder Mobilfunkantennen ausgehende Strahlung betrifft. Diese Zahlen bewegen sich in derselben Grössenordnung wie diejenigen von 2011. Auffallend ist, dass sich Frauen stärker von Luftverschmutzung gestört fühlten als Männer (22% vs. 16%). Dasselbe gilt für die italienischsprachige Schweiz (32%) gegenüber der Deutschschweiz (18%) bzw. der französischsprachigen Schweiz (20%).

Mit dem Landschaftsbild in der Wohnumgebung waren 93 % der Bevölkerung sehr zufrieden oder eher zufrieden. Der Anteil derjenigen Personen, die mit dem Landschaftsbild in der Wohnumgebung sehr zufrieden waren, ist zwischen 2011 und 2015 von 56 auf 49 % zurückgegangen.

Text: Bundesamt für Statistik (BSF)

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