18. Jan 2016

Abwärme aus der Wasserturbinierung und Grundwasser liefern Wärme für den Wärmeverbund. Der Anteil Heizöl im Winter soll durch Schnitzel ersetzt werden. Bild: Alternativ-Energie Birsfelden

EBM: Wärmeverbund Birsfelden plant Erneuerung der Wärmeproduktion

(PM) Die Alternativ-Energie Birsfelden AG plant einen weiteren Schritt in Richtung umweltfreundliche Wärmeerzeugung. Die Energiezentrale auf der Kraftwerkinsel wird mit einer zweiten Wärmepumpe und einer neuen Holzschnitzelfeuerung ausgestattet.


Seit 1985 wird die Abwärme des Kraftwerks Birsfelden als Wärmequelle genutzt. Beim Betrieb der vier Turbinen und ihrer Generatoren wird die anfallende Abwärme mittels Wärmepumpen zur Beheizung der umliegenden Quartiere genutzt. Reicht die Abwärme nicht aus, so dient über die Brunnen auf der Kraftwerksinsel auch Grundwasser als Wärmequelle.

Schnitzel- statt Ölheizung im Winter
Wenn in den Wintermonaten die Leistung der Wärmepumpen nicht mehr genügt, wurden bis heute die vier mit Öl betriebenen Spitzenlastzentralen in Betrieb genommen. Zukünftig ist geplant, in den Wintermonaten von Oktober bis April eine Holzschnitzelfeuerung in Betrieb zu nehmen.

Im Quartier, das ans Kraftwerk angrenzt, werden in Birsfelden rund 1200 Wohnungen mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. 2008/2009 wurde das Südnetz über eine neue Leitung mit dem Nordnetz verbunden. Dadurch ist es möglich, heute auch ins Südnetz umweltfreundliche Wärme aus dem Kraftwerk zu leiten.

Von 50 auf 70% erneuerbare Energien

Der Anteil an erneuerbarer Energie soll von 50 Prozent auf über 70 Prozent erhöht werden. In der Energiezentrale auf der Kraftwerksinsel werden zwei der drei bestehenden Wärmepumpen, altershalber demontiert und durch eine neue Wärmepumpe ersetzt. Zusätzlich ist der Einsatz einer neuen Holzschnitzelfeuerung geplant, die ausschliesslich mit gehäckseltem Waldholz betrieben wird. Der neue Holzkessel besitzt eine Leistung von 850 kW, zusätzlich werden über eine Abgaskondensation weitere 250 kW umweltfreundlich erzeugt. Die Anlage ist mit einem Zyklon und einem Elektrofilter ausgerüstet.

Beitrag zu «Energiestadt Birsfelden»
Die neue Wärmeproduktion soll im Winter 2016/17 in Betrieb gehen. Sämtliche technische Komponenten der neuen Anlage haben in der bestehenden Energiezentrale beim Kraftwerk Platz. Dank der geplanten neuen Holzheizung und dem geänderten Betriebskonzept der Wärmepumpen wird der Einsatz der vier mit Öl betriebenen Spitzenlastzentralen minimiert. Somit leistet die AEB ihren Beitrag zu einer langfristigen und nachhaltigen Energieerzeugung, welche sich auch in den Standards für die Vergabe des Labels «Energiestadt Birsfelden» wiederfindet, in dessen Besitz die Gemeinde seit 1999 ist.

Text: EBM

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