11. Jan 2016

Besonders kosteneffizient lassen sich die neuen gesetzlichen Standards durch die Kombination einer Solaranlage mit einem Gas-Brennwertkessel erfüllen. Klimafreundlicher wäre die Kombination mit einer Pelletheizung. ©Bild: Wagner Solar GmbH

BSW Solar: Mit Solarwärme neue Baustandards einhalten

(BSW-Solar) Am 1. Januar 2016 tritt die nächste Stufe der deutschen Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Für Neubauvorhaben heisst das: Der maximal zulässige Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasser, Kühlung und Lüftung sinkt um 25 Prozent. Der deutsche Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) weist darauf hin, dass dies nur mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien zu erreichen ist.


Besonders kosteneffizient lassen sich die neuen gesetzlichen Standards von Bauherren in der Regel durch die Kombination einer Solaranlage mit einem Gas-Brennwertkessel erfüllen. Am klimafreundlichsten dürfte meist die Kombination einer Solaranlage mit einer Pelletheizung sein.

Neues Effizienzlabel
Auch bei Bestandsbauten lohnt die Nachrüstung einer Solaranlage nicht nur im Falle einer Heizungsmodernisierung. Die Bundesregierung will darauf ab 2016 unter anderem mit der Einführung eines neuen Effizienzlabels (A++ bis E) aufmerksam machen. Mit dem aus anderen Bereichen bereits bekannten Kennzeichnungssystem sollen nach und nach auch alte Heizungsanlagen gekennzeichnet werden. Solarinstallateure dürfen dieses Label ausstellen, ab 2017 auch die Schornsteinfeger.

„Mit Solarwärme ist man für die neuen Herausforderungen bestens gewappnet“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. „Eine Sonnenheizung erreicht den neuen EnEV-Standard im Neubau kosteneffizient und komfortabel. Auch beim Austausch einer alten, ineffizienten Heizungsanlage sollte Solarenergie die erste Wahl sein.“

Solarenergie zahlt sich aus
Eine Solaranlage verbraucht keine Brennstoffe, senkt die Energiekosten und steigert den Wert der Immobilie. „In hohe energetische Standards zu investieren und auf Solarenergie zu setzen, zahlt sich auf jeden Fall aus“, so Körnig weiter. „Damit das eigene Haus auch auf längere Sicht energetisch zeitgemäss bleibt, sollte man mit Hilfe von Solarenergie und Solarspeichern schon heute bei der Wärme- und Stromversorgung auf eine grösstmögliche Selbstversorgung mit Erneuerbaren Energien setzen. Die gesetzlichen Anforderungen werden weiter steigen.“

Solarkollektoren zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung sind zuverlässig, effizient und millionenfach erprobt. Allein in Deutschland sind rund zwei Millionen Sonnenheizungen installiert. Die deutsche Bundesregierung fördert den Heizungstausch in Bestandsgebäuden mit grosszügigen Zuschüssen und hat diese zum 1.1.2016 um rund 20 Prozent erhöht. Ausserdem wird der Umstieg mit günstigen Krediten unterstützt, die Förderung kann bis zu neun Monate nach Inbetriebnahme beantragt werden. Je nach Effizienzstandard werden auch Neubauten mit zinsvergünstigten Darlehen und Zuschüssen gefördert.

Neues BSW-Solar-Merkblatt zur Energieeinsparverordnung >>
Effizienzlabel für Altanlagen >>
Weitere Informationen zur Solarwärme >>

Text: Deutscher Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar)

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