31. Okt 2014

Die Holzgas-Flamme selbst ist leicht bläulich. Die glühenden Thermoelemente in der Mitte zeigen Temperaturen von 1000 – 1200 Grad Celsius an. ©Bild: Klimastiftung

Die Firma CombAgro entwickelt eine produktive und verantwortungsvolle Landwirtschaft durch den Einsatz innovativer Technologien, einschliesslich der Verwendung spezifischer LED Beleuchtung. ©Bild: Klimastiftung

In einer Testanlage prüfen die Fachhochschule Nordwestschweiz und die Firma Liebi LNC die Technik des Pelletvergaser-Brenners. Im roten Teil links ist der Holzvergaser. ©Bild: Klimastiftung

Klimastiftung Schweiz: Fördert energieeffiziente und innovative KMU mit CHF 1.5 Mio.

(PM) Die Klimastiftung Schweiz hat am 30. Oktober die Förderung von 14 grösseren Projekten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beschlossen. Insgesamt zahlt sie dieses Jahr rund CHF 1.5 Mio. an Projekte in der Schweiz und in Liechtenstein. Damit unterstützt sie sowohl den Klimaschutz, als auch den Wirtschaftsstandort.


«Gute Ideen können beim Klimaschutz Grosses bewirken», sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Klimastiftung Schweiz. Die Stiftung hat heute Donnerstag beschlossen, neben zehn grösseren Energiespar-Projekten auch vier Innovationen von KMU in der Schweiz und in Liechtenstein finanziell zu fördern. Geld erhält zum Beispiel die Firma Liebi LNC AG im Berner Oberland. Sie entwickelt zusammen mit einer Fachhochschule einen Pellet-Holzvergaserbrenner für Ein- und Zweifamilienhäuser. Ölheizungen können mit diesem System kostengünstig und schnell umgebaut werden, ohne dass alle Teile der Heizung ersetzt werden müssen.

Trocknen im künstlichen Tornado
An einer effizienten Trocknungsanlage für Abfall und Klärschlamm arbeitet die Firma LPT Lantons Project Technology AG im liechtensteinischen Vaduz. In einem künstlichen Tornado werden die Materialien in Sekunden getrocknet, pulverisiert und sterilisiert. Abfall kann damit dezentral zu Brennstoff verarbeitet werden und klimabelastende Transportwege entfallen. Neben den 14 heute bewilligten grösseren Projekten hat die Stiftung dieses Jahr schon 175 KMU eine Finanzspritze zugesagt, die mit kleineren Massnahmen Energie sparen. Insgesamt verteilt sie damit  CHF 1.5 Mio. an die Schweizer und Liechtensteiner Wirtschaft.

Die Stiftung finanziert sich durch 24 grosse Dienstleistungsunternehmen wie Banken, Versicherungen und Beratungsfirmen aus der Schweiz und aus Liechtenstein. Diese Unternehmen stossen im Vergleich zu Industriebetrieben wenig CO2 aus. Mit der Rückvergütung der CO2-Lenkungsabgabe an die Wirtschaft erhalten sie deshalb mehr Geld zurück als sie bezahlt haben. Den Überschuss legen sie in der gemeinsamen Stiftung zusammen und verteilen ihn an KMU. Dort sei das Potenzial gross, etwas für den Klimaschutz zu tun, sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Stiftung. Er erklärt: «Grosse Betriebe können Berater einstellen und in energiesparende Massnahmen investieren. KMU verfügen oft nicht über diese Ressourcen und sind mit dem Tagesgeschäft mehr als ausgelastet, so dass Energieeffizienz nicht oberste Priorität geniesst.» Die Klimastiftung Schweiz hilft den KMU beim Umsteigen auf moderne, sparsame Technologien. Davon profitieren sowohl der Wirtschaftsstandort Schweiz als auch der Klimaschutz.

Text: Klimastiftung Schweiz

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