22. Jan 2014

Jose Solo de Zaldivar (l) und Peter Baumgartner von der Rüschliker Firma Fresolar GmbH entwickeln Sonnenkollektoren, die genügend Hitze für industrielle Prozesse generieren. ©Bild: Jean-Guy Python/Fondation Suisse pour le Climat

Ein Prototyp des Hochleistungs-Sonnenkollektors der Fresolar GmbH wird bei der Ernst Schweizer AG in Hedingen neu zur solaren Kühlung eingesetzt. ©Bild: Fresolar GmbH

Klimastiftung Schweiz: Abkühlung mit Sonnenenergie

(PM) In Rüschlikon entwickelt und testet die Forma Fresolar mit finanzieller Hilfe der Klimastiftung Schweiz neuartige Sonnenkollektoren. Sie produzieren dabei aussergewöhnlich hohe Temperaturen, die auch in der Industrie gebraucht werden können, wo die Solarthermie bisher kaum eine Rolle spielte. Der Einsatzbereich der neuen Kollektoren ist vielfältig.


Der Serverraum der Metallbaufirma Ernst Schweizer AG in Hedingen muss das ganze Jahr über gekühlt werden. Die Firma setzt auf eine Kühlung durch Aussenluft kombiniert mit einer Kältemaschine, die durch Sonnenkollektoren angetrieben wird. Bei diesem bewährten System wird die Wärme direkt als Antriebsenergie für die Kältemaschine verwendet, ohne dass sie vorher in Strom umgewandelt werden muss. Bisher hat die Ernst Schweizer AG die Energie für ihre Kältemaschine mit herkömmlichen Flachkollektoren auf dem Dach gewonnen. Neu wird das System mit einem beweglichen Sonnenkollektor der Fresolar GmbH ergänzt. Bei direkter Sonne erreiche dieser einen massiv besseren Wirkungsgrad, erklärt Peter Baumgartner, Geschäftsführer der Fresolar GmbH. Und er fügt zwei weitere Vorteile hinzu: «Unser Kollektor kann dank einem Tracker der Sonne folgen und generiert deshalb auch am Morgen und Abend viel Energie. Dazu kommt, dass der Kollektor einfach von der Sonne abgewendet werden kann, falls einmal zu viel Energie in die Anlage eingespiesen wird.»


Die Klimastiftung Schweiz unterstützt die Entwicklung der Sonnenkollektoren mit 150'000 Franken. Die Stiftung schätzt das Potenzial der Kollektoren sehr hoch ein. Mit Parabolspiegeln konzentrieren die Kollektoren die Energie und ermöglichen so Temperaturen von bis zu 180 Grad Celsius. Projektiert ist eine Weiterentwicklung der Kollektoren für bis zu 250 Grand Celsius. Vincent Eckert, Geschäftsführer der Klimastiftung Schweiz, erklärt: «Dieser Wärmebereich ist bis jetzt mit wenigen Ausnahmen noch gar nicht erreicht worden. Er ermöglicht eine völlig neue Nutzung der Solarthermie.» Die hohen Temperaturen könnten einerseits mit einer Kältemaschine für effiziente Kühlungen und andererseits auch direkt für industrielle Prozesse genutzt werden. Das heisst, Solarthermie kann nun auch gebraucht werden zum Reinigen von Flaschen, Kochen von Lebensmitteln oder Verdampfen von Salzlösungen und für vieles mehr. Bisher konnten die dafür benötigten hohen Temperaturen in der Regel nur durch Öl, Gas und Elektrizität erzielt werden.

Text: Klimastiftung Schweiz

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