ee-news-Nutzer-Umfrage 2014

Liebe Nutzerinnen und Nutzer
Um unsere Leserinnen und Leser besser kennen zu lernen, bitten wir Sie, sich ein paar Minuten Zeit für diese kurze Umfrage zu nehmen.

 

Vielen Dank für die Teilnahme!
Anita Niederhäusern, leitende Redaktorin und Evelyn Hausheer, Redaktorin

 

13. Mär 2012

Ein Jahr nach der grossen Atomkatastrophe von Fukushima sind am Sonntag 8’000 Menschen am MenschenStrom gegen Atom vom Bahnhof Gümmenen zum AKW Mühleberg marschiert.

MenschenStrom gegen Atom: Starkes Zeichen gegen Atomstrom

(PM) Genau ein Jahr nach der grossen Atomkatastrophe von Fukushima sind am Sonntag 8’000 Menschen am MenschenStrom gegen Atom vom Bahnhof Gümmenen zum AKW Mühleberg marschiert, mit klaren Forderungen an Politik und Stromwirtschaft: Sofortige Ausserbetriebnahme der AKW Mühleberg und Beznau, Konkretisierung des Atomausstiegs sowie rascher und konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energiequellen. Der Anlass wurde von fast 200 Organisationen getragen.


Der Marsch erfolgte in drei Blöcken, die ab 9.00 Uhr jeweils ungefähr jede Stunde bis 11.30 vom Bahnhof Gümmenen starteten und auf der Kantonshauptstrasse via Mühleberg zum Kundgebungsplatz beim Atomkraftwerk Mühleberg führten. Ausserdem reisten 1'000 Menschen in zwei Velokarawanen aus Bern an. An den zahlreichen mitgeführten Fahnen und Transparenten war die rege Beteiligung von grösseren Organisationen wie Greenpeace, dem WWF, den Grünen oder der SP zu erkennen.

Die Sonne scheint uns allen – nutzen wir sie!
Politik, Stromwirtschaft und namentlich die BKW wurden auf den zahlreich mitgeführten Transparenten unmissverständlich dazu aufgefordert, in Sachen Energiepolitik endlich zu handeln. Zu lesen waren Forderungen wie etwa „Für eine nachhaltige Energiewende – Atomausstieg konkretisieren“ oder „Die Sonne scheint uns allen – nutzen wir sie!“ Denn trotz bekannter - und im Falle des AKW Mühleberg nun sogar richterlich bestätigter Sicherheitsmängel - sind gefährliche und überalterte Reaktoren wie das AKW Mühleberg und das seit Ende Februar weltweit älteste AKW Beznau noch immer am Netz. Das darf nicht sein, finden die Teilnehmenden am MenschenStrom und forderten „Mühleberg und Beznau vom Netz – jetzt!“ Genauso wichtig ist den DemonstrantInnen, dass der vom Bundesrat beschlossene Atomausstieg nun schnellstmöglich konkretisiert und umgesetzt wird. Die Schweizer Energiezukunft ist erneuerbar!

Kein Geld für Sicherheitsnachrüstung
Am MenschenStrom gegen Atom war die Freude über den Bundesverwaltungsgerichtsentscheid bezüglich AKW Mühleberg zu spüren. Unverständlich finden es die DemonstrantInnen aber, dass das AKW, selbst nachdem dessen Mängel nun auch richterlich bestätigt sind, weiter am Netz ist. MenschenStrom gegen Atom stellt aber nicht nur beim AKW Mühleberg, sondern auch bei den Atomkraftwerken Beznau 1 und 2 schwere Mängel fest, z. B. bei der Einschätzung der Naturgefahren, welche diese Anlagen bedrohen. Der Weiterbetrieb dieser altersschwachen Werke darf keine Sekunde länger riskiert werden. Der MenschenStrom ist weiter der Auffassung, dass es verfehlt wäre, in die Sicherheitsnachrüstung dieser drei überalterten Atomkraftwerke nochmals wohl über eine Milliarde Franken zu investieren. Diese Mittel müssen für den Atomausstieg und die Energiewende eingesetzt werden. „Wir wollen eine Stromversorgung, die vollständig auf erneuerbaren Energien und Energieeffizienz basiert und wirklich auf lange Sicht nachhaltig ist“, sagt Nina-Maria Kessler.

Hauptkundgebung
Diese Forderungen wurden auch in der Hauptkundgebung von 13.30 bis 14.30 von den Rednern und Rednerinnen gestellt. „Der GAU von Fukushima darf sich nie und nirgends wiederholen! Es kann keine Zweifel mehr geben: Es ist nicht möglich, den wirklich sicheren Reaktor ohne Risiko zu bauen und zu betreiben“, sagte etwa Christa Ammann als Vertreterin von MenschenStrom in ihrer Rede. Auch die Beiträge von Jürg Joss (Fokus Anti-Atom), Aline Trede (Vizepräsidentin Grüne Schweiz), Jonas Rosenmund (Greenpeace Jugendsolar), Roger Nordmann (SP Schweiz) und Sabine von Stockar (SES) sowie die Rede von Atsushi Nojima über die Situation in Japan ein Jahr nach der atomaren Katastrophe in Fukushima ernteten viel Applaus. Umrahmt wurde das Redenprogramm 11.00 und 16.00 Uhr mit musikalischen und poetischen Beiträgen von Bateau Ivre, Tinu Heiniger, Tim und Puma Mimi, Pedro Lenz, Gerhard Meister, Born, DJ Farside, Greis und Dodo sowie mit einem Intermezzo von Anne-Cécile Reinmann (ContrAtom).

Der Anlass am Sonntag war bereits der dritte MenschenStrom gegen Atom. Die OrganisatorInnen des MenschenStroms gegen Atom sind sehr zufrieden. Dank der guten Organisation und dem Sicherheitskonzept ist der Anlass absolut friedlich verlaufen. Die 182 Trägerorganisationen und 8'000 Teilnehmenden senden ein klares Signal: Die AKW Mühleberg und Beznau müssen sofort vom Netz! Die EntscheidungsträgerInnen müssen die verbindliche Regelung und konkrete Umsetzung des beschlossenen Atomausstiegs nun rasch vorantreiben. Die Zukunft ist erneuerbar!

Vollständige Redetexte >>


Text und Bild: MenschenStrom gegen Atom

0 Kommentare

Kommentar hinzufügen

Newsletter abonnieren

Follow us