Nachdem die Nagra die möglichen Standorte für Oberflächenanlagen bekannt gegeben hat, soll die Bevölkerung der potenziellen Standortgebiete über diese Vorschläge im Rahmen des partizipativen Verfahrens diskutieren.
Noch kein Standort für ein Tiefenlager
Doch das Vorgehen ist unlogisch: Es ist weder bekannt, an welchem der sechs ausgewählten Standorte, noch wo genau innerhalb dieser Standorte das Tiefenlager gebaut werden könnte. Dazu sind schlicht und einfach zu viele Fragen offen, insbesondere ist das geologische Wissen über die meisten Regionen mangelhaft. Es laufen derzeit Untersuchungen, doch ein Entscheid über den definitiven Standort des Lagers wird frühestens in 10 Jahren erwartet.
Verkehrtes Vorgehen hintertreibt Sicherheitsprimat
Die einberufenen Regionalkonferenzen sollen sich mit sekundären Aspekten wie den Standorten für die Oberflächenanlangen befassen. So wird die Eingrenzung möglicher Tiefenlagerstandorte nach streng sicherheitsrelevanten Kriterien hintertrieben und durch politische Akzeptanzfragen verwässert. Zudem stellt der Zugang zum Tiefenlager eine weitere Gefahrenquellen dar. Experten sind der Meinung, dass die sicherste Lösung für einen Zugang ein Schacht sei. Doch mit dem gewählten Verfahren wird es kaum möglich sein, dass die Oberflächenanlage und das Tiefenlager genau übereinander zu liegen kommen – das wäre reiner Zufall.
Für die SES gib es nur ein logisches Vorgehen:
- Wahl des sichersten Lagerstandortes im Untergrund, dann
- Definition des optimalen Standorts der Oberflächenanlage.
Stellungnahme «12 ungelösten Fragen der Schweizer Atommüllentsorgung» >>
Text: Schweizerische Energie-Stifung



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