26. Jan 2012

Ein Blick auf das solarthermische Kraftwerl Lebrija in Südandalusien, Spanien

Siemens: Solarthermisches Kraftwerk Lebrija startet Stromeinspeisung

(PM) Das solarthermische Kraftwerk Lebrija in Südandalusien speist nun Strom ins Netz ein. Am 27. Dezember 2011 ist die von Siemens und Valoriza schlüsselfertig gebaute Anlage von der andalusischen Regionalregierung in das RIPRE-Register aufgenommen worden. Dadurch wird der im Kraftwerk erzeugte Strom eine bestimmte Einspeisevergütung erhalten.


Die Anlage mit einer Leistung von 50 Megawatt wird umweltfreundlichen Strom für bis zu 30‘000 spanische Haushalte liefern. Bei allen Testläufen hat das Kraftwerk die Betriebs- und Funktionsfähigkeit aller Systeme unter Beweis gestellt. Seit dem 27. Dezember ist die Anlage im RIPRE-Register (RIFRE- registro de instalaciones de production de regimen especial) der andalusischen Regionalregierung aufgenommen und erhält damit einen bestimmten Tarif für den erzeugten Strom. Seither speist die Anlage umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie ins Netz ein.

Gemeinsam Warten
Siemens lieferte für das Kraftwerk Lebrija das komplette Solarfeld inklusive der Solarreceiver, Kollektoren und Spiegel sowie die Dampfturbine. Valoriza war für die Bauarbeiten, den Power Block und das System für das Wärmeträgermedium verantwortlich. Siemens hat zudem die Systemintegration und das Engineering übernommen. Beide Unternehmen werden gemeinsam den Betrieb und die Wartung der Anlage übernehmen.

 

 

Lösungsportfolio für solarthermische Kraftwerke
"Das Projekt Lebrija zeigt unser umfassendes Lösungsportfolio für solarthermische Kraftwerke. Erstmals lieferte hier Siemens sowohl die Dampfturbine als auch das komplette Solarfeld", sagte Ted Scheidegger, CEO der Siemens Division Solar Hydro. "Die klimafreundliche Solarthermie hat weiterhin ein interessantes Potenzial. Neue Anwendungen sowie verringerte Kosten werden neue Marktchancen für diese umweltfreundliche Technologie eröffnen. Forschung und Entwicklung spielen hier eine zentrale Rolle. Siemens ist derzeit dabei, einen Fahrplan zur Kostenreduzierung und für neue Anwendungen umzusetzen."

Bei solarthermischen Kraftwerken bündeln Spiegel die Sonnenenergie und erhitzen Öl auf rund 400 Grad Celsius, das seine thermische Energie an Wasser abgibt, das schliesslich verdampft. Der Dampf wiederum treibt mit hohem Druck eine Turbine an, die über einen Generator die mechanische Energie in Strom umsetzt. Das Solarfeld in Lebrija umfasst über 400‘000 Quadratmeter an Spiegeln (dies entspricht einer Fläche von mehr als 54 Fussballfeldern), die auf 6‘048 Kollektoren mit 28 einzelnen Spiegeln pro Kollektor installiert sind. Aneinandergereiht würden die rund 170‘000 Spiegel eine Strecke von 72 Kilometern abdecken. Dabei ist höchste Präzision gefordert: Die Krümmung der Spiegel ist auf den Bruchteil eines Grades genau und die Spiegel selbst werden exakt nach dem jeweiligen Stand der Sonne ausgerichtet damit möglichst viel Sonnenenergie gebündelt und anschliessend in elektrische Energie umgewandelt werden kann.

Text und Bild: Siemens

2 Kommentare
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CV @ 02. Feb 2012 19:52

50 MW gibt einen anständigen Motor ;-)

Ernst Haldimann CH8308 Illnau hald27@bluewin.ch @ 28. Jan 2012 15:48

Diese Anlagetechnik ist sehr Intressant. Ich find es Schade, dass das heisse Öl noch Wasser zum verdampfen bringen muss. Bei einem Stirlingmotor nach System Haldimann könnte das heise Öl tirekt genutzt werden. Der Motor hat das Schweizerpatent und ist für EU angemeldet.

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