„Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist“, fordert die aktuelle Version der Energieeinsparverordnung EnEV auf Grund der heutigen Belastungen der Raumluft. Wohnungen und Gebäude müssen ausreichendem belüftet werden, damit der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft nicht zu hoch wird. Ausserdem hat die Wohnraumlüftung die Aufgabe, Schad- und Geruchsstoffe aus den Innenräumen abzutransportieren. Als ausreichend gilt ein Luftwechsel nach der bauaufsichtlich eingeführten Norm DIN 4108-2 dann, wenn das Luftvolumen eines Raums innerhalb von zwei Stunden mindestens einmal komplett ausgetauscht wird. Dies ist bei alten, unsanierten Gebäuden üblicherweise gegeben. Bei sanierten Altbauten bzw. Neubauten, die den Bestimmungen der EnEV entsprechen und somit eine dichte Bauweise aufweisen, findet dagegen nur ein unzureichender Luftwechsel statt. Man könne Häuser geradezu kaputt dämmen, warnen Bausachverständige.
Energetischen Gewinne realisieren
Wohnraumlüftungsanlagen sind deshalb ein wesentlicher Baustein bei der energetischen Gebäudesanierung. Nur, wenn die Lüftung geregelt ist, können die errechneten energetischen Gewinne tatsächlich realisiert werden und nur mit einer Lüftungsanlage lässt sich der hygienisch notwendige Luftwechsel dauerhaft auf energieeffiziente Weise und ohne Einbussen an Behaglichkeit sicherstellen und regeln. Darüber hinaus führt sie bei einer Nutzung mit Wärmerückgewinnung zu Einsparungen bei den Energiekosten. Zwei Ziele stehen hierbei immer im Vordergrund -ein gutes Klima für die Nutzer des Gebäudes und ein Plus für die Umwelt.
Niedrigenergiehaus
Besonders beim Niedrigenergiehaus kann mit einer Lüftungsanlage der Energieverbrauch effizient gesenkt werden. Intelligente Lösungen zur kontrollierten Wohnraumlüftung, kombiniert mit der Möglichkeit zur effizienten Wärmerückgewinnung können auch als Massnahme gemäss des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) angesetzt werden. Bei den auf der CEP 2012 im Fokus stehenden Passivhäusern ist aufgrund der luftdichten Gebäudehülle eine intelligent geplante Lüftungsanlage obligatorisch. Passivhäuser weisen zudem einen so geringen Heizwärmebedarf auf, dass er mit Hilfe des installierten Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung eingebracht werden kann. Nicht zuletzt hierzu präsentieren die Aussteller der CEP 2012 innovative Lösungen.
30 Aussteller
Allein 30 Aussteller aus dem Lüftungsbereich präsentieren bei der CEP 2012 ihre neuesten Produkte und Innovationen, darunter Unternehmen wie beispielsweise AEREX Haustechnik Systeme GmbH, Airflow Lufttechnik GmbH, Benzing Lüftungssysteme GmbH, drexel und weiss deutschland gmbh, Helios Ventilatoren GmbH + Co. KG, LTM GmbH, NILAN A/S, Paul Wärmerückgewinnung GmbH oder Schrag GmbH.
Kongress
Im messebegleitenden Kongressprogramm der CEP 2012 finden speziell zum Thema die Fachtagungen „Passivhaus in der Praxis für die Wohnungswirtschaft“, das „2. Symposium Energie Plus Gebäude“ in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Architektenkammer Baden-Württemberg und die Fachtagung „Energieeffiziente Sanierung im Bestand“ in Kooperation mit dem Fraunhofer IRB statt. Der Kongress „Passivhaus in der Praxis“, der am 30.03.2012 in Kooperation mit Pro Passivhaus e.V. veranstaltet wird, präsentiert zahlreiche Praxisbeispiele mit Passivhaus-Komponenten, unter anderem wird hier auch noch einmal auf das Beispiel des Lodenareals in Innsbruck eingegangen.
Text: Clean Energy & Passivehouse CEP



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