05. Mai 2011

Die niedrigen Preisen 2009 und der ungewissen Roggenabsatz als auch die schlechte Ernte 2010 haben gezeigt, dass die Verträge für die Landwirte neben der vorrangigen Lebensmittelproduktion ein sehr wichtiges wirtschaftliches Standbein sind.

Verbio zahlt Ethanolzuschlag für Roggenanbauverträge 2010

(PM) Für die zwischen den Landesbauernverbänden Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und der Verbio Vereinigte BioEnergie AG 2010 geschlossene Rahmenvereinbarung zum Ethanol-Roggenanbau zahlt Verbio den Landwirten bis zum 15. Mai 2011 den vertraglich vereinbarten Zuschlag in Höhe von Euro 25,30 je Tonne Roggen aus.


Mit diesem Ethanolzuschlag, der den Rohstofflieferanten zusätzlich zum Basispreis gewährt wird, partizipieren die Landwirte direkt an der positiven Preisentwicklung von Bioethanol in den letzten Monaten.

Die Auszahlung des Ethanolzuschlags ist das Ergebnis der Sitzung des Fachbeirats Ethanol, der am 28. April 2011 tagte. Daneben vereinbarten die darin vertretenden (drei) Landesbauernverbände und Verbio auch neue Rahmenbedingungen für den Roggenanbau der Ernte 2011.

Wichtiges wirtschaftliches Standbein
Die Roggenanbauverträge 2010 trafen bei den Landwirten auf sehr grosse Resonanz und wurden zu 99 Prozent erfüllt. Insbesondere die Situation nach der Ernte 2009 mit niedrigen Preisen und einem ungewissen Roggenabsatz als auch die schlechte Ernte 2010 haben gezeigt, dass die Verträge für die Landwirte neben der vorrangigen Lebensmittelproduktion ein sehr wichtiges wirtschaftliches Standbein sind. „Die Anbauverträge sind nicht nur eine Absatzgarantie, sie geben den Landwirten die Chance vor allem minderwertige Getreidequalitäten, die nicht als Nahrungs-oder Futtermittel geeignet sind, an Verbio abzuliefern.“ erläutert Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der Verbio AG. „Kein Landwirt erntet ausschliesslich Brotgetreide. Die Aussage, dass die Bioethanolproduktion das Brot teuer macht, ist deshalb nicht richtig, weil gerade die schlechten Qualitäten gar nicht in die Getreidemühlen wandern. Mit diesen Erfahrungen haben wir uns entschieden, auch für die Ernte 2011 Roggenanbauverträge anzubieten.“

Wolfgang Vogel, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbands e.V., ergänzt dazu: „Gerade die Ernte 2010 zeigte, wie wichtig es für einen Landwirt ist, auf alle Situationen vorbereitet zu sein. Für Ernährungszwecke ungeeignetes Getreide hat einen nicht zu unterschätzenden Wert als Rohstoff für die Ethanolerzeugung. Deshalb begrüssen wir die Einigung mit der Verbio AG zur Fortführung der Anbauverträge für die Roggenernte 2011. Gerade für unsere Roggenanbaubetriebe kann dieser Vertrag eine sinnvolle Ergänzung der Liquiditätsplanung sein.“

Einhaltung Nachhaltigkeitskriterien
Die Konditionen der neuen Anbauverträge orientieren sich an den aktuellen Marktbedingungen und bilden somit eine verlässliche Basis für beide Vertragsseiten. Darüber hinaus erhalten die Landwirte auch weiterhin einen Stärkebonus sowie einen Bonus für die Einhaltung der seit 2011 gesetzlich geforderten Nachhaltigkeitskriterien beim Anbau der Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion.

Die Abwicklung der Ethanol-Roggenverträge erfolgt durch die Märka GmbH, einer Tochter der VERBIO. Als Partner der Landwirtschaft ist die Märka GmbH mit den Landwirten in den Roggenanbauregionen stark verbunden und liefert seit mehreren Jahren Rohstoffe für die Biokraftstoffindustrie.

Text: VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

1 Kommentare
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Hanspeter Niederer @ 06. Mai 2011 17:42

absoluter Schwachsinn, Roggen für Ethanolproduktion zu gebrauchen. Von den Bauern dürfen wir ja keine zukunftsweisende Zielvorgaben erwarten, sie sind geldgierig wie Banker und Immobilienspekulanten und wissen, wie man sich an den Tropf der Allgemeinheit anschliesst.

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