27. Apr 2011

«Atom-Zwängereien der Alpiq beenden»  

(TR) Im Vorfeld der Generalversammlung der Alpiq vom Donnerstag in Olten fordert Greenpeace Schweiz die an der Alpiq beteiligten Kantone und Gemeinden auf, sich klar für einen Atomausstieg auszusprechen.

«Die AKW-Katastrophe in Fukushima hat die unerträglichen Risiken der Atom-Technologie auf brutalste Art erneut sichtbar gemacht. Drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer sprechen sich gegen den Bau von neuen AKWs aus», informiert Greenpeace Schweiz in einer Pressemitteilung. Obwohl auch die Mehrheit des Bundesrates sowie fast alle Parteien sich mittlerweile zu einem Atomausstieg bekennen und den Bau eines neuen AKW als unrealistisch erachten würden, halte Alpiq «verbissen» an ihrem Atomkurs fest. «Diese Strategie der Sackgasse dürfen die personell und finanziell beteiligten Kantone und Gemeinden nicht akzeptieren», schreibt Greenpeace Schweiz.

Weg frei machen für nachhaltige Stromproduktion
Über 40% des Alpiq-Kapitals gehören der öffentlichen Hand sowie Elektrizitätswerken, die wiederum im Besitz von Kantonen und Gemeinden sind. Zudem sind mehrere Volksvertreter Mitglied des Verwaltungsrats des Unternehmens, so auch Christian Wanner (FDP-Regierungsrat/SO), Claude Lässer (FDP-Staatsrat/FR) oder Jean-Yves Pidoux (Grüner Stadtrat/Lausanne). Die öffentliche Hand hat laut Greenpeace die Mittel und Möglichkeiten, den Rückzug des AKW-Gesuchs durchzusetzen und damit den Weg zu einer nachhaltigen, sicheren Stromproduktion frei zu machen.

«Volksvertreter müssen jetzt Farbe bekennen»
«Obwohl sie vom Atomkurs der Alpiq direkt betroffen sind, sind Kantone, Gemeinden und Elektrizitätswerke bis jetzt stumm und untätig geblieben», bedauert Florian Kasser, Energie-Campaigner bei Greenpeace Schweiz. «Die Volksvertreter müssen jetzt Farbe bekennen und die Atom-Zwängereien der Alpiq beenden.» Erst der definitive Rückzug des Rahmenbewilligungsgesuchs öffne den Weg für erneuerbare Energien und Stromeffizienz, steht für Florian Kasser fest.

Definitiver Rückzug der Rahmenbewilligungsgesuche gefordert
Greenpeace Schweiz wird an der Generalversammlung der Alpiq vom Donnerstag anwesend sein und die Aktionäre über die unternehmerischen Risiken einer Atom-Strategie informieren. Greenpeace Schweiz verlangt den definitiven Rückzug der Rahmenbewilligungsgesuche für neue AKW in der Schweiz, und zwar von der Alpiq, der Axpo und der BKW.

Text: Toni Rütti, freier Mitarbeiter ee-news.ch

Quelle: www.greenpeace.org/switzerland/de

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