21. Mär 2011

Swiss Engineering: Jetzt Lösungen suchen nach AKW-Unfall

(PM) Für Swiss Engineering, den Verband der Schweizer Ingenieure und Architekten, ist nach der Umweltkatastrophe in Japan klar, dass die Risiken der Atomkraft neu bewertet werden müssen. Gleichzeitig müssen so schnell wie möglich Alternativen evaluiert, entwickelt und umgesetzt werden, um den Strombedarf in der Schweiz längerfristig zu decken.


In Japan ist das Undenkbare, eine erneute Atomkatastrophe, Wirklichkeit geworden. Kurzfristig muss nun die Bewältigung dieses Super-GAUs und die Sicherheit der japanischen Bevölkerung im Zentrum aller Bemühungen stehen. Den von Erdbeben, Tsunami und jetzt auch noch Atomunfall betroffenen Menschen gilt unser ganzes Mitgefühl.

Risiken neu evaluieren
Gleichzeitig müssen Wissenschaftler und Ingenieure die Risiken der Nuklearenergie aufgrund des Unfalls in Fukushima Daiichi neu evaluieren. Sowohl die Sicherheit der noch in Betrieb stehenden Kernkraftwerke als auch die Sicherheit der neu geplanten Werke muss anhand der neusten Erkenntnisse aus dem Unfall in Japan neu beurteilt werden.

Swiss Engineering begrüsst deshalb den Entscheid von Bundesrätin Doris Leuthard, in der Schweiz eine Denkpause einzulegen und das Rahmenbewilligungsverfahren für den Ersatz von Kernkraftwerken zu sistieren. Angesichts der gewaltigen potentiellen Auswirkungen eines Atomunfalls in der Schweiz und im angrenzenden Ausland ist eine erneute, nüchterne Beurteilung der Risiken und allfälliger Massnahmen zwingend notwendig.

Rasche Fortschritte in der Energieeffizienz
Wichtig ist auch, dass die Ingenieure Alternativen ausarbeiten, wie der stetig steigende Stromkonsum in der Schweiz längerfristig gedeckt werden kann. Technische Lösungen gibt es: von Gaskraftwerken über Windparks an den Küsten Europas bis zu den erneuerbaren Energiequellen in der Schweiz wie die Wasserkraft, Fotovoltaik oder Erdwärme. Die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energie erfordert aber hohe Investitionen - nicht nur in die Kraftwerke, sondern auch in Übertragung und Verteilung. Swiss Engineering setzt sich dafür ein, dass die Technologien weiterentwickelt werden, damit sie ökonomisch attraktiv werden. Unvermeidliche Zielkonflikte mit Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes fordern Flexibilität von allen Interessensgruppen. Ebenso wichtig wie die Erschliessung alternativer Energiequellen sind aber schnelle Fortschritte in der Energieeffizienz. Hier schlummert wohl das grösste Potential für die Schweiz. Die öffentliche Hand ist gefordert, mit mutigen Lenkungs- und Fördermassnahmen entsprechend zu unterstützen.

Anfang September 2011 treffen sich in Genf 2500 Ingenieure aus der ganzen Welt, um die globale Energiezukunft zu diskutieren. Die World Engineers' Convention 2011 wird von Swiss Engineering mitorganisiert. Eine gemeinsame Resolution wird der Politik den Weg in die Energiezukunft zeigen. www.wec2011.org

Text: Swiss Engineering STV

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