18. Mär 2011

Nach seiner Fertigstellung wird das Installationsschiff bis zu vier Offshore-Windturbinen der Multi-Megawattklasse gleichzeitig transportieren und anschliessend in Wassertiefen von über 40 Meter errichten können.

Der Auftragswert für jede dieser sogenannten Jack-up Plattformen liegt bei rund 100 Millionen Euro.

Erstes RWE-eigene Offshore-Installationsschiff zu Wasser gelassen

(PM) Anfang März beim offiziellen Stapellauf wurde das erste der beiden RWE-eigenen Offshore-Installationsschiffe nach siebenmonatiger Bauzeit zu Wasser gelassen. Nach seiner Fertigstellung im Herbst wird das Installationsschiff als weltweit erstes seiner Art bis zu vier Offshore-Windturbinen der Multi-Megawattklasse gleichzeitig transportieren und anschliessend in Wassertiefen von über 40 Meter errichten können.


In den kommenden Wochen werden als letzte Grosskomponenten der Hauptkran und die Hub-Beine installiert. Erste Tests, die sogenannten "Sea trials", sind für Juli und August vorgesehen.

Jedes Schiff 100 Millionen Euro
Bereits Ende letzten Jahres hatte RWE Innogy den Bau von zwei baugleichen Offshore-Installationsschiffen bei einer koreanischen Werft in Auftrag gegeben. Der Auftragswert für jede dieser sogenannten Jack-up Plattformen liegt bei rund 100 Millionen Euro.


Das erste der beiden Installationsschiffe wird vom Basishafen Bremerhaven aus beim Bau des Windparks „Nordsee Ost“ zum Einsatz kommen und ab Herbst in der deutschen Bucht mit dem Setzen der Fundamente beginnen. Wöchentlich wird das Installationsschiff dazu mit je zwei Fundamentstrukturen auslaufen.

48 Windturbinen der 6-Megawattklasse
Später übernimmt es den Transport und die Installation der insgesamt 48 Windturbinen der 6-Megawattklasse. Die vollständige Fertigstellung des Windparks „Nordsee Ost“ ist für 2013 geplant. Ab dann wird das Windkraftwerk mit einer installierten Leistung von 295 Megawatt jährlich umgerechnet rund 295‘000 Haushalte in Deutschland mit Strom versorgen.

Innogy Nordsee 1 mit 960 MW
Neben dem Windpark „Nordsee Ost“ entwickelt RWE Innogy in deutschen Gewässern den Offshore-Windpark „Innogy Nordsee 1“. Dieses Windkraftwerk ist mit rund 960 Megawatt (MW) installierter Leistung der grösste geplante Offshore-Windpark vor der deutschen Küste. Er soll 40 Kilometer nördlich der Nordseeinsel Juist auf einer Fläche von rund 150 Quadratkilometern entstehen.

Vor der Nordküste von Wales betreibt RWE Innogy bereits die Offshore-Windparks North Hoyle (60 MW) und Rhyl Flats (90 MW). Die Bauentscheidung über die Errichtung eines dritten Windkraftwerks vor Wales, Gwynt y Môr (576 MW), wurde vor kurzem getroffen. Beim Bau dieses Parks soll das zweite, baugleiche Installationsschiff zum Einsatz kommen. Darüber hinaus ist das Unternehmen derzeit am Bau des 504 MW Windkraftwerks Greater Gabbard vor der Südostküste Englands mit 50 Prozent beteiligt.

Weitere Grossprojekte
Weitere Grossprojekte in Grossbritannien wie Triton Knoll (1‘200 MW), Atlantic Array (1‘500 MW), Galloper (500 MW) und Dogger Bank (rund 9‘000 MW) entwickelt RWE Innogy derzeit allein oder mit Partnern. In Belgien ist das Unternehmen darüber hinaus am Windpark Thornton Bank beteiligt, der in seiner ersten Ausbaustufe (30 MW) bereits im kommerziellen Betrieb ist, und entwickelt in den Niederlanden das Offshore-Windprojekt Tromp Binnen (300 MW).

Text: RWE Innogy Essen

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