09. Mär 2011

Alpiq ist fit für die Zukunft

(PM) Mit ihrer Jahresmedienkonferenz am 8. März 2011 in Zürich hat die Alpiq Holding AG über das Geschäftsergebnis 2010 informiert. CEO Giovanni Leonardi, CFO Kurt Baumgartner und Michael Wider, Leiter Geschäftsbereich Energie Schweiz, blickten auf ein Geschäftsjahr voller Herausforderungen zurück und verhalten optimistisch in die Zukunft.

Alpiq erzielte 2010 in einem sehr anspruchsvollen Umfeld einen konsolidierten Umsatz von 14,10 Milliarden CHF (-4,8 Prozent). Das Unternehmen steigerte die Energieabsatzmenge um 7,6 Prozent auf 145,6 TWh. Das EBITDA betrug 1,47 Milliarden CHF (-4,7 Prozent), das EBIT 970 Millionen CHF (-8,8 Prozent) und der Gruppengewinn 645 Millionen CHF (-4,6 Prozent).

Zwei Ertragspfeiler Energie und Energieservice
CEO Giovanni Leonardi zog am 8. März 2011 in Zürich Bilanz: "Alpiq hat sich im letzten Geschäftsjahr gut behauptet". Der Alpiq-Chef erklärte, die Abstützung des Konzerns auf die zwei Ertragspfeiler Energie und Energieservice sowie die Diversifikation in über 30 Ländern Europas habe sich bewährt. Alpiq wolle das Zusammenwirken der Standbeine Energie und Energieservice durch ein stärkeres Engagement in der Energieeffizienz weiter verbessern. "Die Alpiq Gruppe ist dafür ideal aufgestellt", so Leonardi, "denn in der Schweiz arbeiten bei Alpiq bereits 3700 Mitarbeiter am Thema Energieanwendungen und -effizienz." Alpiq sehe sowohl Ansätze in der Reduktion des Energieverbrauchs von Wärme in Gebäuden und Industrie sowie in der Förderung dezentraler Produktion von Wärme und Strom durch Wärmekraftkopplung mit hoher Effizienz als auch in der Förderung nachhaltiger Mobilität durch Elektrofahrzeuge anstelle Benzin- oder Dieselantrieb.

Neue Strategie 2020: Produktion verdoppeln
Leonardi stellte ausserdem die neue Strategie 2020 vor. Durch ihre Umsetzung wolle Alpiq in Europa in den nächsten zehn Jahren die Produktion verdoppeln, profitabel wachsen und mehr Wert schaffen. Grössere Bedeutung daran werde den Neuen Erneuerbaren Energien zukommen, so Leonardi. Bis 2020 wolle Alpiq ihren Anteil an der installierten Gesamtleistung von heute 2 auf rund 10 Prozent erhöhen. Für den Ausbau aller Produktionskapazitäten beabsichtige Alpiq, 10 Milliarden CHF zu investieren.

Michael Wider, Geschäftsbereichsleiter Energie Schweiz, informierte, Alpiq habe sich zum Ziel gesetzt, in der Schweiz bis ins Jahr 2020 weitere 700 Megawatt Leistung mit Wasserkraftwerken zu installieren, und dies neben den bereits laufenden Projekten.

Über die Brancheneinigung bei der Planung neuer Kernkraftwerke in der Schweiz zeigte sich Leonardi erfreut. Damit könne man die Kräfte bündeln und die unternehmerischen Risiken auf mehrere Schultern verteilen. "Für die Versorgungssicherheit der Schweiz haben wir einen grossen Schritt nach vorn getan", sagte der Alpiq-CEO.

Massnahmen für eine starke Handlungsfähigkeit
CFO Kurt Baumgartner hob hervor, dass die Alpiq Gruppe trotz des schwierigen Marktumfeldes und der Euroschwäche zufriedenstellende Ergebnisse erzielt hat. "Verglichen mit den Einschätzungen Mitte des Jahres hat Alpiq besser abgeschnitten als erwartet", sagte Baumgartner und wies darauf hin, dass Alpiq trotz des Umsatzrückgangs die führende Stellung gegenüber den grössten Schweizer Mitbewerbern bestätige.

Alpiq will in den nächsten Jahren ihre Effizienz und ihre finanzielle Handlungsfähigkeit konsequent erhöhen. Zu diesem Zweck hat Alpiq ein ehrgeiziges Massnahmenprogramm eingeleitet, das sowohl auf der Kosten- und Ertragsseite wie auch auf der Investitions- und Bilanzseite ansetzt. Auch Devestitionen werden geprüft und wo sinnvoll rasch umgesetzt. "Mit diesen Massnahmen wollen wir unsere Finanzkraft stärken und unser gutes Rating sichern.", informierte der CFO. In Hinsicht auf den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 zeigte sich Baumgartner zurückhaltend. "Aufgrund des weiterhin schwierigen Marktumfeldes erwarten wir Ergebnisse im Rahmen von 2010."

Segment Energie kämpft mit tiefen Marktpreisen
Das Segment Energie der Alpiq hat im Geschäftsjahr 2010 einen konsolidierten Umsatz von 12,0 Milliarden CHF erzielt. Dieser fällt durch die europaweit tiefen Energiemarktpreise und die negativen Fremdwährungseinflüsse 5,8 Prozent niedriger aus als im Vorjahr mit 12,8 Milliarden CHF. Verstärkte Aktivitäten im Vertrieb und Grosshandel führten zu einer Zunahme der Energieabsatzmenge um 7,6 Prozent auf 145,6 TWh. Für das Geschäftsjahr 2011 geht Alpiq von anhaltenden Überkapazitäten und einem Seitwärtstrend bei Preisen, Spreads und Wechselkursen aus. Alpiq rechnet mit einer merklichen Besserung erst ab dem Jahr 2013.

Segment Energieservice kann Ergebnisse halten
Das Segment Energieservice hat 2010 einen Umsatz von rund 2,1 Milliarden CHF erwirtschaftet. Er liegt somit trotz negativer Fremdwährungseinflüsse nur knapp unter den Vorjahreswerten. Der konsolidierte Betriebsgewinn (EBIT) des Segments Energieservice fiel mit rund 98 Millionen CHF erwartungsgemäss um 3 Millionen CHF niedriger aus als 2009. Dies ist im Wesentlichen auf  den im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächeren Euro-Wechselkurs gegenüber dem Schweizer Franken sowie auf Projektverzögerungen seitens der Kunden zurückzuführen. Auch für das Segment Energieservice rechnet Alpiq 2011 mit einer gleichbleibenden Auftragslage und Ergebnissen im Rahmen von 2010.

Jahresbericht 2010 (Online-Version) und Finanzbericht 2010 (Kurzfassung): www.alpiq.com/berichterstattung

Text und Grafik: Alpiq Holding AG, www.alpiq.com

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