04. Mär 2011

Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.

E10-Debatte: Biotreibstoffe vermindern Treibhausgasemissionen

(VDB) Biokraftstoffe aus Deutschland vermindern den Ausstoss von Treibhausgasen um 50 bis 80 Prozent im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen – vom Anbau der Rohstoffe bis zur Verbrennung im Motor. Damit erfüllen sie die gesetzliche Vorgabe, wonach Biodiesel und Bioethanol mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase emittieren müssen.


„Dieser Vorteil von Biokraftstoffen wird in der aktuellen Debatte um E10 leider nicht erwähnt“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

Sie seien die einzige in grösserem Umfang vorhandene Alternative zu fossilem Diesel und Benzin, denn Autos mit elektrischem Antrieb gibt es kaum, und alle anderen Alternativen sind erst in der Entwicklung. „Zusammen mit sinnvollen Effizienzmassnahmen wie zum Beispiel einer kraftstoffsparenden Fahrweise ermöglichen es Biokraftstoffe, die EU-Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung bis zum Jahr 2020 zu erreichen“, sagte Baumann. Er forderte, dass Nachhaltigkeitsregeln, die bisher nur für Biokraftstoffe gelten, auch für alle anderen Bereiche der Agrarnutzung eingeführt werden. „Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Nachhaltigkeit der Herstellung von Biokraftstoffen strengen Kontrollen unterliegt, während es für Lebensmittel keine entsprechenden gesetzlichen Regelungen gibt“, sagte Baumann.

Nur auf 1,3% der Weltagrarfläche
Auch den derzeit diskutierten Einwand, für E10 werden die Anbauflächen für Nahrungsmittel knapp, wies Baumann zurück. Biokraftstoffe werden laut einer Studie der Weltbank nur auf etwa 1,3 Prozent der Weltagrarfläche hergestellt. „Da die Produktionsfläche für Biodiesel und Bioethanol so gering ist, können sie nicht für den Hunger auf der Welt verantwortlich gemacht werden“, sagte Baumann. Damit wandte er sich gegen die immer wieder von Lebensmittelfirmen wie Unilever und Nestlé vorgetragenen Vorwürfe. „Diese Unternehmen bieten den Bauern bisher lediglich Minimalpreise an und sehen in der Biokraftstoffproduktion eine neue Konkurrenz.“ Höhere Preise seien gerade in Entwicklungsländern ein Anreiz dafür, effiziente Landwirtschaft zu betreiben.


Tiefe Produktivität

„Die Produktivität auf den in Afrika genutzten landwirtschaftlichen Flächen beispielsweise für den Getreideanbau liegt 70 Prozent unter den internationalen Durchschnittswerten. Rund 40 Prozent der Erträge verderben nach der Ernte auf dem Weg vom Feld zum Konsumenten aufgrund von mangelhaften Transportbedingungen und schlechter Lagerung“, sagte Baumann. Gleichzeitig habe die Entwicklungshilfe in den vergangenen Jahren falsche Schwerpunkte gesetzt. Vor 20 Jahren sei fast ein Fünftel der Entwicklungshilfe im ländlichen Raum genutzt worden, heute würden weniger als ein Zwanzigstel in diesem Bereich eingesetzt.

Text: Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.

0 Kommentare

Kommentar hinzufügen

Partner

  • Agentur Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Job-Plattform

Suchen Sie einen Mitarbeitenden 
oder eine Stelle? 
Bei uns sind Sie richtig!

Hier geht's weiter >>

Aktuelle Jobs

Techniker (m/w) 100 % für thermische
Solaranlagen und Holzheizungen

Wir sind führende Anbieterin von Sonnenenergie-Anlagen für nahezu vollständig solar beheizte Häuser in Europa. Für die Installation, Wartung und Unterhalt uns...

Ist Ihr Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien oder Energieeffizienz tätig? Dann senden sie ein e-Mail an info@ee-news.ch mit Name, Adresse, Tätigkeitsfeld und Mail, dann nehmen wir Sie gerne ins Firmenverzeichnis auf.

Newsletter abonnieren

Follow us