03. Mär 2011

Zum zweiten Mal nacheinander war Deutschland der grösste PV-Markt der Welt; zu den bereits vorhandenen 9’800 MW PV-Leistung kamen noch einmal 6’500 MW hinzu.

28 GW Geschätzte kumulativ installierte PV-Leistung Ende 2010

(TR) Ende 2010 betrug die in der EU installierte Photovoltaik-Leistung über 28’000 MW. Sie lieferte dabei eine Solarstrom-Menge, mit welcher sich der Verbrauch von nicht weniger als rund 10 Millionen Haushalten decken lässt.


Im 2010 war die Photovoltaik die führende Technologie zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Neu installiert wurden Kapazitäten von nahezu 13’000 Megawatt (MW), berichtet der europäische Photovoltaik-Industriebverband EPIA. Die Solarstrom-Produktion dieser neu installierten Anlagen entspreche der Elektrizitätserzeugung von zwei grossen Kohlekraftwerken. Über 70% der neu installierten Leistung entfielen übrigens auf kleine und mittlere PV-Anlagen. Nach Schätzungen von EPIA wurden 2010 mehr als 3’000 MW neue PV-Leistung ausserhalb Europas installiert. Den grössten Zubau erreichte Japan mit fast 1’000 MW, gefolgt von den USA und China.

«PV wurde zur etablierten Technologie»
«Das Wachstum der Photovoltaik war im 2010 beeindruckend. Sinkende Kosten, neue Anwendungen, grosses Interesse seitens der Investoren und anhaltende politische Unterstützung haben zu dieser Entwicklung beigetragen und die Photovoltaik zur Nummer eins der ‹grünen Technologien› in Bezug auf die neu installierten Leistung gemacht», so EPIA-Präsident Ingmar Wilhelm. Und: «PV wurde zur etablierten Technologie, die zur fortschreitenden CO2-Reduzierung in unserem Energiemix beiträgt – und von den EU-Mitgliedstaaten noch stärker genutzt werden sollte.»

«Stimmige nationale Ziele zum PV-Ausbau»
Zum zweiten Mal nacheinander war Deutschland der grösste PV-Markt der Welt; zu den bereits vorhandenen 9’800 MW PV-Leistung kamen noch einmal 6’500 MW hinzu. Zum ersten Mal wuchs auch der so genannte Zubau in Italien und der Tschechischen Republik um mehr als 1’000 MW. Nach diesen Ländern folgen Belgien, Frankreich und Spanien, in denen 2010 ebenfalls deutliche Zubauraten realisiert wurden. Zur Förderpolitik meint EPIA-Generalsekretärin Eleni Despotou: «Auf dem Weg zu einer raschen und vollständigen Wettbewerbsfähigkeit müssen in sich stimmige nationale Ziele zum Ausbau der Photovoltaik gesetzt werden.» Änderungen der politischen Rahmenbedingungen sollten frühzeitig angekündigt werden und die Durchführungsbestimmungen müssten einfach und transparent sein. Wörtlich: «Damit wird Investitionssicherheit geschaffen. Und gleichzeitig werden wesentliche Kostensenkungen möglich.»

Weitere Informationen zu den PV-Märkten im vergangenen Jahr bietet EPIAs neuester Marktüberblick >>

Text: Toni Rütti, freier Mitarbeiter ee-news.ch, Quelle: EPIA | solarserver.de ©

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