15. Feb 2011

Rund 200 Besucher folgten der Einladung.

Bei der Ernte wurden drei verschiedene Ernteverfahren vorgestellt. Das aus dem Forst bekannte Fäller-Bündler-System, sowie die für Kurzumtriebsplantagen speziell entwickelten Anbau-Gehölzmähhäcksler und Vollerntemaschinen.

Fesselnde KUP-Ernte-Vorführung in Engen-Welschingen

(PM) Am 12.02.2011 fand in Engen-Welschingen die erste Ernteveranstaltung von Kurzumtriebsplantagen (KUP) im Rahmen der Bioenergie Region Bodensee statt. Rund 200 Besucher folgten der Einladung. Die Demonstration fand auf einer knapp vier Hektar grossen, mit Pappeln bestockten Fläche statt.

Ziel der Veranstaltung war es verschiedene Ernteverfahren gegenüber zu stellen und interessierten Landwirten und Kurzumtriebsplantagen-Besitzer Hinweise und Entscheidungsgrundlagen zu liefern welches Verfahren am rentabelsten für sie sein kann. Die Entscheidungskriterien können dabei sehr unterschiedlich ausfallen.

Acker bleibt Acker
Sogenannte Kurzumtriebsplantagen (KUP) werden in naher Zukunft zur Diversifikation in der Landwirtschaft beitragen. Die Produktion von Biomasse für die Energieerzeugung wird in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen. Der Anbau von Feldholz stellt für landwirtschaftliche Betriebe eine Chance dar, Energierohstoffe für Hackschnitzel oder Pellets bereitzustellen und sich so neue Absatzmärkte zu erschliessen. Flächen, die mit Kurzumtriebsplantagen bestockt sind, verlieren ihren Status als landwirtschaftlicher Produktionsstandort nicht. Acker bleibt Acker und Flächenprämien können aktiviert werden. Da die Anlage von KUP nicht sehr arbeitsintensiv ist, eignen sich solche Plantagen besonders auch für Nebenerwerbslandwirte. Als Anbauvariante sind KUP auch für grosse Höfe attraktiv. Insbesondere auf mittleren Böden kann das eine wirtschaftlich attraktive Alternative sein.

Drei verschiedene Ernteverfahren
Bei der Ernte wurden drei verschiedene Ernteverfahren vorgestellt. Das aus dem Forst bekannte Fäller-Bündler-System, sowie die für Kurzumtriebsplantagen speziell entwickelten Anbau-Gehölzmähhäcksler und Vollerntemaschinen. Die Verfahren unterscheiden sich in dem Punkt, dass bei dem erstgenannten die Bäume lediglich gefällt und gebündelt und am Feldrain bis zur Hackschnitzelerzeugung gelagert werden, während bei den beiden zuletzt genannten Verfahren die Bäume in einem Arbeitsschritt gefällt und gleichzeitig gehäckselt werden. Da alle Erntesysteme mit sehr leistungsstarken Motoren ausgestattet sind, können Bäume bis zu einem Durchmesser von 12 cm problemlos geerntet werden. „Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie leicht die einzelnen Maschinen durch die Plantage gefahren sind und die Bäume geerntet haben“, so ein Besucher.

Alter der Plantage, Grösse und Topographie
Welches Verfahren sich für den Plantagenbesitzer am ehesten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen das Alter der Kurzumtriebsplantage, die Grösse und die Topgraphie der Fläche und die eigene Ausstattung des Maschinenparks. Eine wichtige Rolle spielen auch die Lagermöglichkeiten samt Trocknung der Biomasse: sollen die Bäume erst als ganzes am Feldrain vorgetrocknet werden oder gibt es Möglichkeiten die feuchten Hackschnitzel zu trocknen und zu lagern oder gar sofort zu verbrennen? In den meisten Fällen werden die Hackschnitzel in grossen, gut durchlüfteten Hallen gelagert und getrocknet. Aber auch Holzhackschnitzeltrocknungen wie in Mauenheim, die die Abwärme von Biogasanlagen nutzen sind üblich. Wegen der verbesserten Verbrennung und dem höheren Energiegehalt von getrockneten Hackschnitzeln erlösen diese höhere Preise. Die Produktion von Energieholz, zu Beispiel für Bioenergiedörfer, kann zusätzlich durch langfristige Abnahmeverträge abgesichert werden. „In der Bioenergieregion Bodensee können KUP einen wichtigen Beitrag zur Bereitstellung der Biomasse für die energetische Nutzung leisten.“ so Hanspeter Walz, Regionalmanager der Bioenergieregion Bodensee.

Anbaualternative für Landwirte und Grundbesitzer
Feldholz bietet langfristig eine sinnvolle Anbaualternative für Landwirte und Grundbesitzer. Die einmalige Anpflanzung von Weiden oder Pappeln und die mehrfache Ernte der Fläche ist mit dem geringen Arbeitsaufwand und den überschaubaren Anlagekosten ein auskömmliches Geschäft. Die Entwicklung der Energiekosten allgemein und die stetig steigende Nachfrage nach dem Rohstoff Holz sprechen für einen Anbau von KUP. Mit dem am Samstag demonstrierten Stand der Erntetechnik und den vielfältigen Absatzmöglichkeiten dieser Biomasse sind Kurzumtriebsplantagen eine attraktive Anlage.

Die solarcomplex AG und auch clean energy GmbH suchen Flächen zur Anlage einer KUP.

Text: solarcomplex AG und Clean Energy GmbH

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